Google reichte in New York eine Bundesklage ein, mit der die Zerschlagung einer mutmaßlichen internationalen SMS‑Phishing‑Operation erwirkt werden soll, die Software namens „Lighthouse“ entwickelte und rund 200.000 betrügerische Websites erzeugte. Das Unternehmen sagt, die Kampagne habe sich als Google, der US-Postdienst (U.S. Postal Service) und andere Marken ausgegeben, möglicherweise zig Millionen Kreditkartendaten abgegriffen und begehrt einstweilige Verfügungen sowie Schadensersatz.

Laut einem Reuters‑Bericht vom November 2025 reichte Google vor einem Bundesgericht Klage ein, nachdem es ein ausgeklügeltes, groß angelegtes SMS‑Phishing‑Schema entdeckt hatte, das auf einer maßgeschneiderten Software namens „Lighthouse“ basierte. Die Klageschrift behauptet, die Betreiber hätten die Erstellung von rund 200.000 gefälschten Landingpages automatisiert, um damit Millionen von Menschen zu phishen, und hätten SMS‑Köder verwendet, die sich als vertraute Unternehmen und staatliche Stellen ausgaben, um Zahlungsdaten und persönliche Informationen zu ernten. Google bittet das Gericht um Anordnungen zur Abschaltung der Infrastruktur, zur Beschlagnahme von Domains und um Schadensersatz im Zusammenhang mit den Verlusten und dem Missbrauch seiner Marken. Die Einreichung betont die grenzüberschreitende Natur der Operation und die technischen Mittel, mit denen die Angriffe skaliert wurden, einschließlich der Orchestrierung der SMS‑Zustellung und täuschender Landingpages, die legitime Dienste nachahmten. Der Fall macht deutlich, dass private Klagen neben der Strafverfolgung ein Werkzeug sind, um moderne Phishing‑Ökosysteme zu zerschlagen und Plattformen sowie Registrare zur Kooperation bei der Störung missbräuchlicher Infrastrukturen zu zwingen.