Illinois-Einwohner Kyle Svara wegen Phishing von rund 4.500 Snapchat-Nutzern und eines Sextortion-Betrugs angeklagt
Bundesanwälte klagten Kyle Svara an, per Phishing Snapchat-Sicherheitscodes von rund 4.500 Personen abgefangen und auf mindestens 59 Konten zugegriffen zu haben, um nackte oder intime Bilder zu stehlen. Den Behörden zufolge habe er die Bilder behalten, verkauft oder getauscht; das FBI sucht weitere Opfer, während die Ermittlungen andauern.
Bundesanwälte im District of Massachusetts klagten den in Illinois ansässigen Kyle Svara in einer umfangreichen Untersuchung zu Snapchat-Hacking an, bei der angeblich Phishing-Taktiken verwendet wurden, um Authentifizierungscodes von rund 4.500 Personen zu erlangen und auf Dutzende von Konten zuzugreifen. Laut einer Beschwerdeschrift des US-Justizministeriums vom 7. Januar 2026 gaben im Verlauf des Vorgehens etwa 570 Personen Codes preis und auf mindestens 59 Konten wurde zugegriffen, wodurch der Diebstahl nackter oder intimer Bilder ermöglicht wurde. Die Staatsanwälte werfen Svara vor, die gestohlenen Bilder aufbewahrt, verkauft oder getauscht und sich der Sextortion sowie verwandter rechtswidriger Handlungen schuldig gemacht zu haben; die Beschwerde beschreibt, wie der unbefugte Zugriff und die anschließende Verbreitung den Schaden für die Opfer verstärkten. Ermittler sagten, das Schema habe Social-Engineering-Phishing von Sicherheitscodes mit Kontenübernahmen kombiniert, und sie fordern potenziell betroffene Nutzer auf, sich zu melden, während das FBI nach weiteren Opfern sucht. Die Anklagen heben den anhaltenden Fokus der Strafverfolgungsbehörden auf Credential-Phishing und plattformspezifische Sicherheitslücken hervor, die groß angelegte Verletzungen der Privatsphäre ermöglichen. Das Büro des US-Staatsanwalts betonte die Zusammenarbeit mit Technologieplattformen und dass sich die Maßnahmen sowohl gegen Täter als auch gegen Marktplätze richten würden, die gestohlene intime Inhalte monetarisieren.