Bundesbehörden haben Anklagen gegen Inwoo „Tony“ Kim und Daniel Lee öffentlich gemacht wegen eines angeblich über ein Jahrzehnt laufenden Plans, etwa 120 Millionen US-Dollar von Medicare und Medicaid zu stehlen. Die Klageschrift besagt, die Männer hätten Bargeld- und Geschenkkarten-Kickbacks gezahlt, für unnötige oder nicht erbrachte Leistungen abgerechnet und Scheinkonten zur Geldwäsche der Erlöse genutzt.

Eine in Brooklyn eingereichte Klage wirft zwei Anwohnern von Queens, Inwoo „Tony“ Kim und Daniel Lee, vor, ein weitreichendes Gesundheitsbetrugssystem betrieben zu haben, das Ermittlern zufolge rund 120 Millionen Dollar an unrechtmäßigen Abrechnungen gegenüber Medicare und Medicaid hervorgebracht haben soll. Nach Angaben des Justizministeriums und der Partnerbehörden rekrutierten und veranlassten die Angeklagten Begünstigte mit Barzahlungen und Geschenkkarten, Rezepte und Betreuungsleistungen für Erwachsene zu erhalten, und reichten dann Ansprüche für medizinisch unnötige oder nicht erbrachte Behandlungen und Arzneimittel ein. Der mutmaßliche Plan beinhaltete die Zusammenarbeit von Apotheken, Kliniken und Transportdiensten, wobei die Abrechnungen aufgebläht oder erfunden wurden, um Erstattungen zu maximieren. Die Erlöse sollen angeblich bar abgehoben und durch Strohkonto und Geschäftskanäle bewegt worden sein, um Herkunft und Begünstigte zu verschleiern. Die Untersuchung wurde vom Justizministerium unter Beteiligung des HHS‑OIG, des FBI und des IRS‑CI geleitet und hebt den behördenübergreifenden Ansatz bei komplexem Betrug in Gesundheitsprogrammen hervor. Die Behörden betonen mögliche Schäden für schutzbedürftige Bevölkerungsgruppen und die Integrität der Programme, und die Staatsanwälte signalisierten ein aggressives Vorgehen bei der Vermögensabschöpfung und der Verantwortlichmachung von Helfern und Dienstleistern, die mit dem System in Verbindung stehen.