Forensische Analysen an zwei in einer schwedischen Gemeinde sichergestellten Handys enthüllten verschlüsselte Chats und Transaktionshinweise, die mehrere organi­sierte Kriminalitätsgruppen verbanden. Koordinierte Razzien zwischen dem 4. und 6. März führten zu rund 15 Festnahmen sowie zu Beschlagnahmungen im Zusammenhang mit großangelegtem Drogenhandel und Geldwäsche.

Ermittler beschrieben "Operation Candy" als eindrückliches Beispiel dafür, wie bescheidene Anfangs­sicherstellungen weitreichende kriminelle Netzwerke entwirren können. Die forensische Extraktion und Entschlüsselung der Daten zweier in einer kleinen schwedischen Gemeinde beschlagnahmter Mobiltelefone förderte verschlüsselte Chats, Kontakt­netzwerke und Indikatoren für Transaktionen zutage, die mehrere kriminelle Gruppen über Kontinente hinweg verknüpften. Auf Grundlage dieser Erkenntnisse wurden zwischen dem 4. und 6. März koordinierte Maßnahmen durchgeführt, die etwa 15 Festnahmen sowie die Sicherstellung von Vermögenswerten, Beweismitteln und Erträgen ergaben, die mit großangelegtem Drogenhandel, Geldwäsche und verwandten grenzüberschreitenden Straftaten in Spanien, Schweden und Thailand in Verbindung stehen. Eurojust und Europol koordinierten die grenzüberschreitende rechtliche und operative Zusammenarbeit, während die australische Bundespolizei (Australian Federal Police) Ermittlungs- und Analyseunterstützung leistete, was die multiagentionale Kooperation unterstreicht. Die Ermittler hoben die Bedeutung mobiler Forensik und Kommunikationsanalyse hervor, um Hierarchien, Geldflüsse und Logistikstrukturen nachzuzeichnen, und betonten, dass die Zerschlagung solcher Netzwerke schnellen Informations­austausch, gezielte Durchsuchungsbeschlüsse und synchrones Vorgehen über Zuständig­keitsgebiete hinweg erfordert. Die Behörden werten die sichergestellten Daten weiterhin aus, um weitere Beschuldigte und finanzielle Spurenelemente zu verfolgen.