Die FINMA leitete die Liquidation der in Zürich ansässigen MBaer Merchant Bank ein, nachdem sie systemische Mängel bei der Geldwäschereibekämpfung und Hinweise darauf festgestellt hatte, dass Kunden die Bank zur Umgehung von Sanktionen nutzten. Regulierungsbehörden nannten weit verbreitete Hochrisikobeziehungen und warnten vor schwerwiegenden Compliance‑Zusammenbrüchen, die den Zugang zu US‑Finanzsystemen gefährdeten.

Der Schweizer Aufseher FINMA kündigte an, die MBaer Merchant Bank abzuwickeln, nachdem er festgestellt hatte, dass das Institut systemische Mängel bei den Kontrollen zur Bekämpfung von Geldwäsche aufwies und Kundenverhalten erleichterte, das die Umgehung von Vermögenssperren im Zusammenhang mit Sanktionsregimen, darunter solche gegen Iran, Russland und Venezuela, ermöglichte. Die Entscheidung folgte einer Untersuchung, die unzureichende Sorgfaltspflichten gegenüber Kunden, mangelhafte Überwachung von Geschäftsbeziehungen mit hohem Risiko und Versäumnisse bei der Verhinderung der Umgehung internationaler Finanzsanktionen identifizierte. Die FINMA erklärte, die Mängel der Bank seien schwerwiegend genug, um einen Lizenzentzug und eine geordnete Liquidation zum Schutz der Gläubiger und zur Wahrung der Integrität des Schweizer Finanzplatzes zu rechtfertigen. Der Schritt folgte auch dem Druck von US-Behörden, einschließlich der Androhung durch das US-Finanzministerium, den Zugang zu US-Finanzsystemen zu sperren, falls keine Korrekturmaßnahmen ergriffen würden. Die Aufsichtsbehörden stellten die Entscheidung als notwendig dar, um einen weiteren Missbrauch schweizerischer Bankeinrichtungen für illegale grenzüberschreitende Geldflüsse zu verhindern und ein klares Signal zu senden, dass systemische Compliance-Ausfälle und Sanktionsumgehung zu schweren aufsichtsrechtlichen Maßnahmen führen werden.