Thailändische Militärangehörige, die den beschlagnahmten O’Smach-Komplex besichtigten, berichteten von umfangreicher Dokumentation grenzüberschreitender Betrugsoperationen, darunter Zielpersonenlisten, Betrugsskripte, Hunderte SIM-Karten und als „Polizei“ inszenierte Räume. Die Behörden präsentierten den Standort als physischen Beleg dafür, wie Betrugskomplexe operieren und für weitreichende regionale Netzwerke, die Arbeitskräfte handeln und zur Ausführung globaler Betrugsmaschen zwingen.

Beamte des thailändischen Militärs und der Sicherheitsdienste veröffentlichten Einzelheiten eines Übergriffs auf das O’Smach-Gelände in der Nähe der kambodschanisch-thailändischen Grenze und beschrieben ein umfassendes physisches Archiv transnationaler Betrugsoperationen. Ermittler katalogisierten materielle Beweise, darunter Opferziel-Listen, geskriptete Telefon- und Video-Betrugsmaterialien, Hunderte von Prepaid‑SIM‑Karten und Geräten sowie zweckgebaute Sets, die so inszeniert waren, dass sie Polizei- oder Amtsbüros ähnelten und bei Erpressungsanrufen verwendet wurden. Thailändische Behörden erklärten, dass der Aufbau und die Ausstattung des Geländes organisierte Systeme zum Rekrutieren, Unterbringen und Zwingen von Arbeitern belegten, die dazu gezwungen wurden, Opfer weltweit anzurufen und komplexe „pig‑butchering“- und Investitionsbetrugsschemata zu betreiben. Von Militärangehörigen gezeigte Bilder und Inventare wurden als Beleg für grenzüberschreitende kriminelle Netzwerke dargestellt, die Arbeitsausbeutung und raffinierte Geldbewegungstechniken ausnutzen — namentlich schnelle Transfers über Kryptowährungen und Muli‑Konten. Thailändische Erklärungen hoben die Bedeutung des Standorts für die laufende regionale Zusammenarbeit, den Nachrichtenaustausch und mögliche Auslieferungen hervor, die darauf abzielen, die finanzielle und menschenhändlerische Infrastruktur zu zerschlagen, die großangelegten Online-Betrug erst ermöglicht.