Zwei Angeklagte aus Miami erhielten jeweils rund 57 Monate Haft für ihre Rollen in einem Komplott, das etwa 28 Millionen Dollar teure verschreibungspflichtige Medikamente über illegale Kanäle umleitete und verkaufte und dabei Risiken für die öffentliche Gesundheit schuf. Die Staatsanwaltschaft wies darauf hin, dass falsch etikettierte und unsachgemäß gelagerte Medikamente Teil des Vorgehens waren.

Staatsanwälte im Southern District of Florida kündigten die Verurteilung zweier Männer aus Miami zu jeweils etwa 57 Monaten Freiheitsstrafe an, weil sie an einer Millionen-Dollar-Operation beteiligt waren, die hochpreisige verschreibungspflichtige Arzneimittel abzweigte und über unbefugte Kanäle verkaufte. Laut Gerichtsunterlagen und der Pressemitteilung des US-Justizministeriums (DOJ) umfasste das Schema die Umleitung von für legitime Lieferketten bestimmten Medikamenten, das Falschkennzeichnen von Produkten und das Versäumnis, eine ordnungsgemäße Lagerung und Handhabung aufrechtzuerhalten – ein Verhalten, das sowohl Zahlstellen betrog als auch potenzielle Gefahren für die öffentliche Gesundheit darstellte. Die Umleitung erzeugte geschätzte Einnahmen in Höhe von 28 Millionen Dollar, die Staatsanwälte illegalen Vertriebsnetzwerken zuschrieben. In den Urteilsbemerkungen wurde der erhebliche finanzielle Verlust, das Risiko für die Patientensicherheit durch unsachgemäß behandelte Medikamente und die Notwendigkeit betont, ähnliches Verhalten innerhalb regulierter pharmazeutischer Lieferketten abzuschrecken. Der Fall mündete in erhebliche Bundesstrafen und Wiedergutmachungsüberlegungen und spiegelt koordinierte Ermittlungsarbeit wider, um abgezweigte Bestände nachzuverfolgen, Beteiligte zu identifizieren und Personen für umfangreiche Betrugsverfahren zur Rechenschaft zu ziehen, die Betrug mit Gefährdungen der öffentlichen Gesundheit verbinden.