Bundesanwälte beantragten Anfang März 2026 die zivilrechtliche Einziehung von rund 327.000 USDT, die Ermittler einem Romance- und Investment-Betrug aus dem Jahr 2024 zuordnen. Die Maßnahme unterstreicht den wachsenden Einsatz von Blockchain‑Forensik und die Zusammenarbeit mit Stablecoin‑Anbietern zur Stilllegung und Rückführung von Betrugserlösen.

US-Bundesstaatsanwaltschaften reichten Anfang März 2026 Zivilklagen auf Einziehung ein, mit denen sie rund 327.000 Tether (USDT) beschlagnahmen lassen wollen, die angeblich mit einem Romance- und Investment-Betrug aus dem Jahr 2024 verbunden sind. Den Akten zufolge wurden die Opfer dazu verleitet, Stablecoins an Wallets zu überweisen, die von Betrügern kontrolliert wurden, die sich als romantische Partner und als fingierte Handelsdienste ausgaben. On‑Chain-Analysen halfen Ermittlern dabei, die Geldflüsse zu identifizieren und zu Sammelstellen nachzuverfolgen, wodurch konkrete Vermögenswerte lokalisierbar wurden. Die Einreichung demonstriert eine wachsende Abhängigkeit von Blockchain‑Forensik, Vorladungen gegen Anbieter virtueller Vermögensdienste (VASP) und Kooperationen mit Stablecoin-Emittenten, um Konten einzufrieren und Gelder zurückzuführen. Behörden stellten die Maßnahme als kombinierte Strafverfolgungs‑ und Opferwiederherstellungsmaßnahme dar: Gelingt die gerichtliche Einziehung, könnten die Vermögenswerte zur Entschädigung der Opfer verwendet werden. Obwohl 327.000 USDT im Vergleich zu größeren Beschlagnahmungen überschaubar sind, betonen die Staatsanwälte, dass der Fall die technischen Rückverfolgungsfähigkeiten und die sektorübergreifende Zusammenarbeit zeigt, die Auszahlungswege für Online‑Romance- und Investment‑Betrüger stören können.