Laut einer AFP-Umfrage mussten 76% der US-Organisationen im Jahr 2025 einen versuchten oder tatsächlichen Zahlungsbetrug hinnehmen. Besonders häufig wurde Business-Email-Compromise (BEC) gemeldet, das 74% der Unternehmen betrifft.

Eine neue Umfrage, die über PR Newswire veröffentlicht wurde (von der Association for Financial Professionals, AFP), zeigt, dass Zahlungsbetrug in den USA weiterhin weit verbreitet ist. Demnach berichteten 76% der US-Organisationen, im Jahr 2025 entweder einen versuchten oder tatsächlichen Zahlungsbetrug erlebt zu haben. Als dominanter Angriffsweg gilt dabei Business-Email-Compromise (BEC): 74% der Unternehmen gaben an, BEC ausgesetzt gewesen zu sein. Der Bericht macht zugleich deutlich, dass viele Firmen trotz der Häufigkeit und der möglichen finanziellen Folgen der Betrugsversuche nicht in großem Umfang auf KI-gestützte Abwehr setzen. Nur 17% der Organisationen nutzen demnach KI, um Zahlungsbetrug zu bekämpfen. Die Ergebnisse verweisen auf bestehende Lücken bei der Betrugsprävention – insbesondere bei der Erkennung von Deepfakes und bei der besseren Identifizierung von Hinweisen auf Social Engineering, mit denen sich Führungskräfte, Lieferanten oder interne Kontakte imitieren lassen. Für Risiko- und Finanzteams deuten die Daten darauf hin, dass die Kontrollen rund um Zahlungsfreigabeprozesse weiter gestärkt werden müssen. Dazu gehört, Änderungen an Empfängerdaten über eine Bestätigung außerhalb des üblichen Kommunikationswegs (Out-of-Band) zu verifizieren sowie die Erkennung so auszubauen, dass Betrugs- und Imitationsmuster auffallen, bevor Geldtransfers freigegeben werden.