Das US-Justizministerium (DOJ) berichtet, dass seine „Disruption Week“ Betrugs-Infrastruktur aus dem Umfeld von Cyberbetrug aus dem Takt gebracht hat. In Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft wurden Millionen Konten bei sozialen Medien, per E-Mail und im Internetzugang unterbrochen, die für Scams gegen US-Bürger genutzt wurden.

Laut DOJ lieferte die „Scam Center Strike Force“ im Rahmen einer gemeinsam mit der Privatwirtschaft durchgeführten „Disruption Week“ messbare Störungsergebnisse. Die Behörde beschreibt die Kooperation mit Partnern aus der Industrie als gezielte Maßnahme, um die kompromittierten Konten zu kappen, über die Kriminelle groß angelegte, cyber-gestützte Betrugsoperationen durchführen. DOJ zufolge wurden durch Informationsaustausch mit der Privatwirtschaft Millionen Zugänge zu Social-Media-, E-Mail- und Internetkonten unterbrochen oder gestört, die von transnational organisierten Kriminellen eingesetzt werden. Das DOJ ordnet diese Kontenzugänge als „kritische Infrastruktur“ für Betrugsprozesse ein: Sie ermöglichen es Betrügern, betrügerische Nachrichten zu versenden, Opfer oder Unternehmen zu imitieren und den Betrieb auch dann fortzuführen, wenn sich die Zielpersonen ändern. Neben der Störung der Kommunikationskanäle verbindet die Behörde das Vorgehen mit breiteren Durchsetzungsprioritäten gegen Scams – unter anderem mit Maßnahmen, die die Wirksamkeit von Übernahmen von Social-Media- und E-Mail-Konten senken sollen. Darüber hinaus stellt DOJ die Konto-Unterbrechungen in einen größeren Ablauf: Die Ermittlungen reichen auch an Versuche heran, gestohlene Gelder zu verschieben und über Kryptowährungen zu waschen. Insgesamt beschreibt das DOJ die „Disruption Week“ als abgestimmte Reaktion von Strafverfolgungsbehörden und Privatwirtschaft auf Komponenten des Scam-Ökosystems – mit dem Ziel, durch schnelle Störungen beim Kontozugang Reichweite zu verringern, die Ansprache von Opfern zu verlangsamen und die operative Beständigkeit der Täter zu begrenzen.