Eine koordinierte internationale Aktion der US-Justizbehörde und europäischer Partner hat das Forum LeakBase beschlagnahmt, Domains offline genommen und mehrere mutmaßliche Betreiber und Mittäter festgenommen. Ziel war es, einen bedeutenden Enabler für nachgelagerte Betrugs-, Phishing- und Account-Übernahme-Operationen zu stören.

Strafverfolgungsbehörden aus den USA und europäischen Partnerländern führten Anfang März 2026 eine koordinierte Abschaltung von LeakBase durch, beschlagnahmten Domains und Infrastruktur und nahmen mehrere Personen fest, denen die Beteiligung an Betrieb oder Erleichterung des Marktplatzes vorgeworfen wird. Ermittler beschrieben LeakBase als ein prominentes Online‑Forum und -Markt, auf dem gestohlene Zugangsdaten, gehackte Datenbanken und andere illegale Daten gehandelt wurden; diese Bestände lieferten konstantes Material, das nachgelagerte Akteure für Phishing, Identitätsdiebstahl und Account‑Übernahmen nutzten. Die Behörden betonten, dass die Beseitigung eines zentralen Marktplatzes ein entscheidender Schritt ist, um die Ökosysteme groß angelegter Betrugsoperationen zu schwächen, weil dadurch Verkäufernetzwerke, Datenpipelines und Reputationssysteme unterbrochen werden, die die schnelle Monetarisierung illegaler Güter ermöglichten. Zur Operation gehörten die Beschlagnahme von Domains, die Sicherstellung von Servern zur forensischen Analyse sowie koordinierte Maßnahmen mit Hosting‑ und Zahlungsanbietern, um Einnahmequellen zu blockieren. Behörden warnten zugleich, dass Spiegelseiten und Wiederverkäufergemeinschaften versuchen könnten, Dienste neu zu konstituieren, und forderten eine anhaltende internationale Zusammenarbeit, um Käufer, Verkäufer und Geldflüsse im Zusammenhang mit dem Marktplatz zu verfolgen und zu unterbinden.