Das US-Justizministerium (DOJ) und das FBI haben die Sicherstellung bzw. Abschaltung von 13 Websites angekündigt, die mit einer gezielten Täuschungskampagne in Verbindung stehen. Laut Behörden sollten die Seiten sensible Informationen aus Personen erlangen, die mit US-Sicherheitsüberprüfungen im Zusammenhang stehen, unter Einsatz maßgeschneiderter Angebote und Profile.

Das US-Justizministerium und das FBI haben die Sicherstellung bzw. Abschaltung von 13 Domains bekanntgegeben, die in einer gezielten Betrugs- und Täuschungskampagne genutzt worden sein sollen. Staatsanwälte zufolge wurden die Websites von mutmaßlich chinesischen Akteuren unterstützt und zielten darauf ab, sensible Informationen aus Personen zu beschaffen, die mit US-Prozessen rund um Sicherheitsfreigaben verbunden sind. In der Mitteilung heißt es, die Seiten hätten auf konstruierten Identitäten („crafted personas“) und gezielten Lockangeboten basiert, um Zweifel zu überwinden und die Opfer dazu zu bringen, mit gefälschten Nachrichten sowie Anträgen in Kontakt zu treten. Die Operation wird als Täuschungsmuster beschrieben, das sich mit dem Diebstahl von Zugangsdaten und anderen Betrugsmaschen überschneidet: Der erste Kontakt und die anschließende Interaktion könnten dazu dienen, wertvolle Daten auszuleiten oder Betroffene in weitere Kompromittierungen zu führen. Die DOJ/FBI-Mitteilung betont zudem, dass die Kampagne Techniken verwendete, die Betrüger typischerweise einsetzen, um als seriös zu wirken—die Aktion sollte wie eine echte Gelegenheit erscheinen, während die Opfer zugleich auf Interaktionswege gelenkt wurden, die von den Bedrohungsakteuren kontrolliert werden. Für US-Bürger und Personengruppen mit Bezug zu Sicherheitsüberprüfungen ist der Schritt besonders relevant, weil Online-Domains als „Einstiegstür“ für weitergehende Zielansprachen fungieren können. Durch die Abschaltung der Domains habe die Regierung den Angreifern die Möglichkeit genommen, den Zugriff aufrechtzuerhalten, bösartige Werkzeuge oder täuschende Inhalte zu verteilen und weiterhin Opfer durch täuschungsgetriebene Arbeitsabläufe anzuwerben. Die Veröffentlichung stellt die Maßnahmen zudem in den Kontext umfassender nationaler Sicherheits- und Cyber-Untersuchungsbemühungen.