Das US-Justizministerium hat eine erweiterte Anklage veröffentlicht, die dutzende Beschuldigte in einer internationalen ATM‑Jackpotting‑ und Bankenbetrugs‑Verschwörung mit Verbindungen zu Tren de Aragua nennt. Angeklagt werden koordinierte Angriffe auf Geldautomaten, physische Bankeinbrüche, Business‑Email‑Compromise und komplexe Geldwäsche‑Netzwerke, die mit organisierten kriminellen Gruppen aus Venezuela und Kolumbien verknüpft sind.

Das Justizministerium gab eine erweiterte Anklage bekannt, die eine groß angelegte internationale Kampagne des sogenannten ATM‑Jackpotting mit organisierten kriminellen Netzwerken verbindet, einschließlich Elementen, die mit Tren de Aragua assoziiert werden. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, technische Eindringversuche zu koordinieren, um Geldautomaten zur Bargeldausgabe zu bringen, physische Überfälle und Einbrüche in Banken zu organisieren sowie Business‑Email‑Compromise‑Schemata einzusetzen, um Betrugszahlungen zu ermöglichen. Darüber hinaus sollen sie mehrstufige Geldwäsche‑Operationen betrieben haben, um Erlöse über verschiedene Gerichtsbarkeiten zu verschieben und zu verschleiern. Die erweiterte Anklage nennt dutzende Beschuldigte und beschreibt ein hybrides kriminelles Modell, das Cyber‑Angriffstechniken mit herkömmlichem Diebstahl und ausgefeilter finanzieller Manipulation kombinierte. Ermittler hoben die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit ausländischen Partnern, elektronische Forensik und finanzielle Spurensuche hervor, mit deren Hilfe das Ausmaß des Netzwerks bestimmt und Vermögenswerte sichergestellt werden konnten. Der Fall verdeutlicht, wie organisierte Banden Cyber‑ und physische Angriffsvektoren integrieren, um Bankensysteme auszunutzen, und unterstreicht die fortgesetzte Schwerpunktsetzung der Strafverfolgung auf die Zerschlagung transnationaler Netzwerke, die ATM‑Jackpotting und damit verbundene Betrugsformen monetarisieren.