Das US-Justizministerium (DOJ) beschreibt einen mit „Feeding Our Future“ verknüpften mutmaßlichen Betrug über 250 Millionen US-Dollar, der während der COVID-19-Pandemie angeblich über Sponsoring-Strukturen für staatlich finanzierte Kinderernährungsleistungen funktioniert haben soll. Staatsanwälte erklärten, die Täuschung habe Steuergelder abgezweigt, die eigentlich Mahlzeiten für Kinder ermöglichen sollten.

Bundesanwälte werfen einer mit „Feeding Our Future“ verbundenen Organisation vor, in der COVID-19-Pandemie auf staatlich finanzierte Kinderernährungsleistungen als Grundlage für einen groß angelegten Betrug zurückgegriffen zu haben, der sich auf rund 250 Millionen US-Dollar summiert. In der Mitteilung zur Beilegung des Falls hob das DOJ hervor, dass der Kern der Vorwürfe darin bestand, Steuergeld abzuzweigen, das Kindern den Zugang zu Mahlzeiten sichern sollte. Die juristische Aufarbeitung wurde in den öffentlich zugänglichen DOJ-Materialien geführt und beschreibt das Vorgehen als Ausnutzung von Förderprogrammen aus der Pandemiezeit – nicht als gewöhnlichen Streit im Verwaltungsablauf. Obwohl die Presseinformation vor allem das Strafmaß in den Mittelpunkt stellt, lässt die Berichterstattung aus Sicht der Strafverfolgung eine klare Erkenntnis erkennen: Betrug mit Leistungsbezug kann sich gezielt über Sponsoring-Modelle und Programmabläufe konstruieren, bei denen falsche Informationen oder eine betrügerische Teilnahme dazu führen, dass öffentliche Gelder unangemessen ausgezahlt werden. Der Fall zeigt außerdem, dass sich solche Machenschaften nicht nur auf einzelne Antragsteller oder Fälle auswirken, sondern die Mittelverwendung ganzer sozialer Unterstützungs- und Ernährungsprogramme verzerren können – bis hin zu Folgen für öffentliche Gesundheit und den Kinderschutz. Die im Verfahren verhängte lange Haftstrafe macht zudem deutlich, wie das DOJ die Organisatoren bewertet, die eine großflächige Umleitung von Bundesgeldern ermöglichen. Sie steht auch im Kontext einer anhaltenden Überprüfung mutmaßlichen Betrugs rund um die Pandemie, den Ermittler nach ihrer Darstellung bereits über das ursprüngliche Gesundheitsnotstand-Szenario hinaus fortbestehen sehen.