Die FTC und der US-Bundesstaat Illinois werfen Premium Home Service (PHS) und dessen Inhaber vor, Tausende gefälschte lokale Geschäftseinträge erstellt zu haben, um Verbraucher bei der Suche nach Reparaturen zu täuschen. Die Beschwerde behauptet, das Unternehmen habe mit irreführenden „lokalen“ Werbemaßnahmen Kunden zu unzureichenden oder gar nicht erbrachten Leistungen gelenkt.

Die FTC, gemeinsam mit Illinois, hat eine Klage gegen Premium Home Service (PHS) und dessen Eigentümer eingereicht. Laut den Vorwürfen handelt es sich um ein groß angelegtes System, das auf gefälschten „lokalen“ Unternehmensprofilen beruht. Die FTC macht geltend, PHS habe tausende Einträge für vermeintliche Firmen zur Hausreparatur erzeugt, um gegenüber Verbrauchern, die nach Handwerkern in der Nähe suchen, als seriös zu wirken. In der Beschwerde heißt es, das Verhalten habe über bloßes Marketing hinausgegangen: PHS habe angeblich Details erfunden, die echte lokale Unternehmen nachahmen sollten, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass Verbraucher die als Anbieter gelisteten Kontakte aufnehmen. Neben der massenhaften Erstellung von Einträgen beschreiben die Vorwürfe von FTC und Illinois eine nachgelagerte Täuschung, die Verbraucher daran hindern oder davon abhalten soll, tatsächlich die zugesagten Reparaturleistungen zu erhalten. Die zugrunde liegende Argumentation: Die vorgetäuschte Präsenz in lokalen Verzeichnissen und Suchergebnissen habe praktisch wie ein Betrugsfilter funktioniert, der Verbraucher in die Irre führt—mit der Annahme, sie würden echte lokale Auftragnehmer auswählen. Der Fall zeigt nach Auffassung der Kläger, wie schnell sich Betrug mit „lokaler“ Werbung verbreiten kann und wie dadurch weitreichender Schaden für Konsumenten entsteht, etwa durch irreführendes Branding, die missbräuchliche Verwendung von Identitäten und das Umleiten von Kontakten.