Google erklärt, es habe gemeinsam mit Partnern – darunter dem FBI – die mutmaßliche Phishing-Operation „Outsider Enterprise“ gestört. Ziel der Maßnahme waren laut Google die technische Infrastruktur und Prozesse, mit denen Betrüger Scams automatisieren und im großen Stil für Massen-Impersonationskampagnen skalieren konnten.

Google berichtet über die Störung von „Outsider Enterprise“, einer angeblichen Phishing-Operation, die darauf ausgerichtet gewesen sei, vertrauenswürdige Marken zu imitieren und Opfer über groß angelegte Betrugs-SMS sowie Verkehrs- bzw. Traffic-Kampagnen anzulocken. Nach Angaben des Unternehmens soll die Gruppe KI genutzt haben, um Teile der Betrugsabwicklung zu automatisieren – unter anderem bei der Erstellung und Skalierung der Phishing-Infrastruktur, die Zugangsdaten abgreifen und so Betrugsabläufe beschleunigen konnte. In dem Update heißt es, Google habe mit Sicherheits-Partnern gearbeitet, darunter dem FBI, um gegen die der Operation zugeordnete Infrastruktur vorzugehen. Der Zweck der Störung sei, die Fähigkeit von Betrugsgruppen zu verringern, schnell neue Scam-Websites zu generieren, Opfer gezielt weiterzuleiten und sensible Informationen zu sammeln, die für anschließende Betrugsversuche genutzt werden. Google ordnet den Eingriff als Teil einer umfassenderen Reaktion auf AI-gestützte Betrugsmaschen ein und betont, dass „Phishing as a service“ die Hürden für Kriminelle senken könne. Durch die Unterbindung der operativen Systeme, die mit der mutmaßlichen Gruppe in Verbindung stehen, wollen Ermittler und Sicherheitspartner sowohl die Reichweite der Opferansprache als auch die Menge gestohlener Zugangsdaten begrenzen, auf die Scammer für Account-Übernahmen und nachgelagerte Diebstähle angewiesen sind.