Mario Flores wurde zu 96 Monaten verurteilt, weil er nach Angaben der Staatsanwaltschaft ein Lohnsteuer- und Barkassensystem ohne Buchführung betrieben haben soll. Die Ermittler werfen ihm vor, damit die illegale Beschäftigung nicht zugelassener Arbeitskräfte ermöglicht und den USA einen Gesamtschaden von mehr als 38 Millionen US-Dollar verursacht zu haben.

Bei einer bundesstaatlichen Verurteilung in den USA, die das DOJ (Justizministerium) beschreibt, geht es um angeblichen Lohnsteuerbetrug und Geldübermittlungshandlungen im Zusammenhang mit nicht genehmigter Beschäftigung. Laut Anklägern erhielt Mario Flores eine Strafe von 96 Monaten, weil er ein offenes Kassenlohn-Modell betrieben habe, das die Beschäftigung illegaler Einwanderer erleichtert und zu einem Gesamtschaden von mehr als 38 Millionen US-Dollar für die Vereinigten Staaten geführt habe. Das DOJ macht geltend, das Vorgehen habe auf Scheinfirmen gesetzt, um einen nicht lizenzierten Check-Cashing- und Bargeldkurierdienst zu betreiben – eine von den Staatsanwälten als darauf ausgelegt beschriebene Infrastruktur, um Bargeldtransfers zu ermöglichen und zugleich normale finanzielle sowie Meldepflichten zu umgehen. Zudem behauptet die Staatsanwaltschaft, Flores habe falsche IRS-Unterlagen (US-Steuerbehörde) eingereicht, um das lohnbezogene Fehlverhalten zu verschleiern, sodass die Steueraufzeichnungen nach außen plausibel wirkten, während die Arbeits- und Vergütungsvereinbarungen angeblich rechtswidrig gewesen und nicht ordnungsgemäß gemeldet worden seien. Die genannten Verluste und die Dauer des mutmaßlichen Vorgehens deuten nach Ansicht des DOJ auf ein breiteres Muster hin: Wenn Lohnzahlungen nicht ordnungsgemäß erfasst und Steuerunterlagen verfälscht werden, werden gleichzeitig Bundessteuereinnahmen und arbeitsrechtliche Schutzmechanismen ausgehöhlt. Solche Fälle können außerdem Folgeschäden für Beschäftigte nach sich ziehen, etwa wenn sie so bezahlt werden, dass dies nicht mit korrektem Steuerabzug und steuerlicher Berichterstattung zusammenpasst.