Staatsanwälte werfen Roy Dave Davis vor, die Postanschriften von Senioren geändert, auf deren Namen Debitkarten bestellt und mit diesen Geld abgehoben sowie Einkäufe getätigt zu haben. Laut Klageschrift gab es mehr als 1.500 Abhebungen und einen mutmaßlichen Schaden von über 1 Million Dollar; die Vorwürfe sind bislang nicht vor Gericht bewiesen worden.

Eine Klageschrift vor einem Bundesgericht wirft Roy Dave Davis vor, mehr als 1 Million Dollar von Dutzenden Senioren gestohlen zu haben, indem er die Kontrolle über ihre Finanzkonten und Debitkarten übernommen habe. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft änderte Davis die Postanschriften der Betroffenen bei deren Konten, bestellte Debitkarten auf ihre Namen und nutzte diese für Einkäufe und Bargeldabhebungen an Geldautomaten. Zu den mutmaßlichen Opfern zählten mehr als 40 Menschen; ihr Durchschnittsalter lag bei 81 Jahren. Die Klageschrift führt mehr als 1.500 Abhebungen im Gesamtwert von über 1 Million Dollar auf. Wer die Postanschrift eines Kontos ändert, kann es Betrügern ermöglichen, Ersatzkarten oder Kontoanschreiben abzufangen. Dadurch kann es für Kontoinhaber schwieriger werden, unbefugte Aktivitäten zu bemerken. Verbraucher, die unerwartete Mitteilungen über Änderungen an ihrem Konto erhalten, sollten sich über eine vertrauenswürdige Telefonnummer oder die offizielle App an ihr Finanzinstitut wenden und nicht auf Kontaktdaten in einer unaufgefordert erhaltenen Nachricht zurückgreifen. Banken können zudem dabei helfen, Konten zu sichern, kompromittierte Karten zu ersetzen und Transaktionen zu überprüfen. Davis wurde angeklagt, doch die Vorwürfe sind vor Gericht nicht bewiesen worden. Das US-Justizministerium für den Bundesbezirk Maryland gab den Fall am 21. September 2026 bekannt.