Bundesanwälte klagten einen Biostatistiker aus New Jersey wegen Insiderhandels an, nachdem er angeblich nicht offengelegte Ergebnisse klinischer Studien genutzt hatte, um über 450.000 US-Dollar zu verdienen. Die Anklageschrift wurde bekanntgegeben und der Beschuldigte festgenommen, was die fortdauernde Durchsetzung von Wertpapiergesetzen in lebenswissenschaftlichen Zusammenhängen widerspiegelt.

Staatsanwälte im District of Massachusetts haben eine Anklageschrift veröffentlicht, die einen Biostatistiker aus New Jersey wegen Wertpapierbetrugs anklagt, weil er offenbar mit nichtöffentlichen, wesentlichen Informationen über positive klinische Studienergebnisse eines Arzneimittelherstellers aus Massachusetts gehandelt haben soll. Behörden zufolge erhielt der Beschuldigte Vorabkenntnisse über die Studienergebnisse und führte Wertpapiergeschäfte aus, die ihm mehr als 450.000 US-Dollar an illegalen Gewinnen einbrachten, bevor die Informationen öffentlich wurden. Die Anklage wirft ihm ein bewusstes Schema vor, nichtöffentliche wissenschaftliche und klinische Daten zum persönlichen Vorteil auszunutzen, wodurch die Integrität des Marktes und das Vertrauen der Anleger in zeitnahe Offenlegungen untergraben wurden. Der Beschuldigte wurde festgenommen und einem Magistratsgericht vorgeführt; die Staatsanwaltschaft gab an, dass das Verfahren mit vorprozessualen Rechtsstreitigkeiten und einer möglichen Einziehung der unrechtmäßig erzielten Gewinne fortgeführt werde. Diese Durchsetzungsmaßnahme steht im Einklang mit dem anhaltenden Schwerpunkt der Aufsichtsbehörden auf Insiderhandel im Biotechnologie- und Pharmasektor, in dem klinische Daten die Aktienkurse erheblich beeinflussen können. Beobachter stellen fest, dass eine verbesserte Überwachung von Handelsmustern rund um Bekanntgaben zu Studienergebnissen und eine engere Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsbehörden und Industrie die Aufdeckung ähnlicher Schemata wahrscheinlich erhöhen werden.