Die US-Justiz hat Tajay Singh zu 54 Monaten Haft verurteilt. Er wurde wegen Betrugs über Telefon- und Internetkommunikation (Wire Fraud) und Geldwäsche im Zusammenhang mit einem internationalen Lotteriebetrug schuldig gesprochen.

Bei einer US-Bundesanklage wurde Tajay Singh, ein Staatsangehöriger Jamaikas, wegen eines internationalen Lotteriescams verurteilt, der sich gezielt an ältere Menschen richtete. Laut DOJ erhielt Singh eine Freiheitsstrafe von 54 Monaten, nachdem er wegen Wire Fraud und Geldwäsche verurteilt worden war. Staatsanwälte ordneten den Fall in eine breitere Serie von Lotterieschemata ein, die besonders Seniorinnen und Senioren mit der Aussicht auf hohe Gewinne anlocken. In solchen Maschen, so die Anklage, nutzen Betrüger täuschende Nachrichten und gezielt aufgebaute „Glaubwürdigkeit“, um Opfer davon zu überzeugen, sie seien für eine Lotteriezahlung ausgewählt worden. Anschließend sollen sie das Geld der Betroffenen über Finanztransaktionen weitergeleitet haben, die darauf ausgelegt waren, die Herkunft der Gelder zu verschleiern und die Rückholung zu erschweren. Indem die Regierung sowohl Wire Fraud als auch Geldwäsche anklagte, stellte sie nicht nur die Täuschung, sondern auch die finanztechnischen Abläufe in den Mittelpunkt, mit denen erbeutete Summen gesteuert und verschleiert wurden. Die Verurteilung zeige außerdem, wie internationale Akteure in Betrugsstrukturen eingebunden werden können, die auf die USA ausgerichtet sind. Für Verbraucher, die sich schützen wollen, ist der Fall eine weitere Warnung: Lotterieansprüche – insbesondere wenn dafür Zahlungen, Gebühren oder der Zugriff auf Bankkonten erforderlich sein sollen – gehören zu den typischen Wegen, über die es bei Betrug gegen ältere Menschen zu oft unwiederbringlichen finanziellen Schäden kommt.