UN-ITU-Bericht fordert globale Standards zur Erkennung und Kennzeichnung von KI-Deepfakes nach Betrugsschub
Die ITU empfahl die dringende Einführung von Erkennungsstandards und Werkzeugen zur Herkunftskennzeichnung synthetischer Audio‑/Videoaufnahmen und warnt, dass Deepfakes zunehmend bei Investitions-, Liebes- und Gewinnspielbetrügereien eingesetzt werden und Wahlen sowie Märkte bedrohen könnten. Der Bericht, veröffentlicht am 30. Dezember 2025 auf dem AI for Good Summit, fordert Plattformverifizierung und internationale Zusammenarbeit.
Der Bericht der Internationalen Fernmeldeunion (International Telecommunication Union, ITU), veröffentlicht parallel zur UN-Berichterstattung am 30. Dezember 2025, warnt, dass schnell voranschreitende KI-Synthese‑Tools realistische Audio‑ und Video‑Deepfakes ermöglichen, die wachsende Betrugs‑ und Sicherheitsrisiken darstellen. Die ITU empfiehlt die dringende Einführung interoperabler technischer Standards, Protokolle zur Inhaltsauthentifizierung sowie plattformseitiger Verifizierungs‑ und Herkunftsmaßnahmen, um synthetische Medien zu erkennen und zu kennzeichnen. Die Verfasser heben die zunehmende Nutzung von Deepfakes in Anlage‑ und Romance‑Betrugsfällen hervor – in denen gefälschte Videos oder Stimmen Opfer dazu bringen, Geld zu überweisen – sowie in Gewinnspiel‑ und Erpressungsschemata; sie warnen außerdem vor potenziellen systemischen Risiken für Wahlen und Finanzmärkte, falls synthetische Inhalte in großem Maßstab missbräuchlich instrumentalisiert werden. Der Bericht drängt Regierungen, Industrie und internationale Organisationen, gemeinsame Toolkits für Herkunftsmetadaten, Erkennungs‑APIs und schnelle Entfernungsvorgänge zu etablieren, dabei Meinungsfreiheit und Datenschutzbedenken ausgleichend. Er fordert große Plattformen auf, verifizierbare Berechtigungsnachweise einzusetzen, und ruft die Staaten dazu auf, den Aufbau von Kapazitäten zu unterstützen, damit ressourcenärmere Länder sich gegen grenzüberschreitenden Deepfake‑Missbrauch verteidigen können.