DOJ klagt Chen Zhi an, beschlagnahmt mehr als 14 Milliarden US-Dollar in Bitcoin, die mit der Prince Group in Kambodscha in Verbindung stehen
Das US-Justizministerium hat eine Anklageschrift veröffentlicht, in der Chen Zhi, Vorsitzender der Prince Group, beschuldigt wird, in Kambodscha Zwangsarbeits-Betrugskomplexe betrieben zu haben, die großangelegte "pig‑butchering"-Krypto-Investmentprogramme durchführten. Die Behörden reichten einen Antrag auf zivile Einziehung ein, mit dem sie rund 127.271 Bitcoin beanspruchen, und beschrieben umfangreiche Geldwäsche über Casinos, Briefkastenfirmen und Luxusanschaffungen.
Die Anklageschrift des Justizministeriums vom Oktober 2025 behauptet, Chen Zhi habe ein transnationales kriminelles Unternehmen geleitet, das ausgebeutete Arbeiter in kambodschanischen Anlagen einsetzte, um betrügerische Kryptowährungs‑Investitionsschemata zu betreiben, die Opfer weltweit betrogen. Staatsanwälte beschreiben sogenannte "pig‑butchering"-Operationen, die Opfer kultivierten, sie überzeugten, große Summen auf Krypto‑Wallets zu überweisen, und die Erlöse dann über Casinos, Briefkastenfirmen und Luxusanschaffungen wuschen. Neben strafrechtlichen Anklagen reichte das Justizministerium eine zivilrechtliche Einziehung ein, mit der etwa 127.271 Bitcoin gefordert werden — eine Maßnahme, die den Staatsanwälten zufolge die nach Wert größte Einziehung in der Geschichte des Ministeriums darstellt, wobei die beschlagnahmten Vermögenswerte mit mehr als 14 Milliarden Dollar bewertet werden. Die Einreichung zielt sowohl darauf ab, Betreiber zu bestrafen, als auch die finanzielle Infrastruktur, die die Betrügereien ermöglicht, zu stören. Das Ministerium hob zudem die Koordination mit dem Finanzministerium und internationalen Partnern hervor, um Geldflüsse nachzuverfolgen und die Menschenhandelsaspekte des Falls anzugehen, und signalisierte damit breit angelegte US‑Durchsetzungsprioritäten gegen Krypto‑Betrug und Ausbeutung im Zusammenhang mit organisierter Kriminalität.