Iran vollstreckt Hinrichtung des Drahtziehers eines 350‑Mio.-$-Autokauf-Investmentbetrugs, der 28.000 Menschen täuschte
Die iranische Justiz hat den Eigentümer eines Unternehmens hingerichtet, der wegen Betreibung eines langjährigen Betrugs im Bereich Autokauf und Investitionen verurteilt worden war, der der Staatsanwaltschaft zufolge etwa 350 Millionen US-Dollar von mehr als 28.000 Geschädigten genommen hatte. Der Fall unterstreicht Irans Einsatz harter strafrechtlicher Sanktionen bei großen Wirtschaftsbetrugsverfahren.
Iranische Justizbehörden vollstreckten die Todesstrafe gegen den Eigentümer und Drahtzieher eines Unternehmens, das wegen der Organisation eines groß angelegten Fahrzeugkauf- und Anlagebetrugs verurteilt wurde, der nach Angaben der Staatsanwaltschaft Zehntausende Betroffene zur Folge hatte und Verluste in Höhe von schätzungsweise rund 350 Millionen US-Dollar verursachte. Das komplexe, langjährige System habe den Teilnehmern offenbar Fahrzeugkäufe oder Anlageerträge versprochen und Gelder von mehr als 28.000 Beschwerdeführern angesammelt, bevor es unter genauer Prüfung zusammenbrach. Iranische Beamte verfolgten die Hauptorganisatoren strafrechtlich, was in einer Todesstrafe für die als Mastermind der Operation identifizierte Person gipfelte. Staats- und Justizbekundungen stellten die Bestrafung als Teil eines harten Vorgehens gegen Wirtschaftsverbrechen dar und signalisierten Nulltoleranz gegenüber groß angelegtem Finanzbetrug. Internationale Berichte hoben das Ausmaß der Viktimisierung hervor und äußerten Bedenken hinsichtlich der Aussichten der Opfer auf Wiedergutmachung angesichts harter inländischer Strafen. Der Fall zog Aufmerksamkeit sowohl wegen des Umfangs des mutmaßlichen Betrugs als auch wegen der Anwendung der Todesstrafe in Fällen von Wirtschaftsverbrechen im Iran auf sich.