Staatsanwälte in Taipeh haben 62 Personen und 13 Unternehmen angeklagt, die beschuldigt werden, etwa NT$10,79 Milliarden (rund 340–341 Mio. USD) für die in Kambodscha ansässige Prince Group gewaschen zu haben. Die Gruppe steht im Verdacht, groß angelegte Online‑„Pig‑Butchering“-Investitionsbetrügereien betrieben zu haben; als mutmaßlicher Drahtzieher wird Chen Zhi genannt, der bereits Anfang 2026 festgenommen und deportiert wurde.

Taiwanesische Staatsanwälte reichten Anklagen gegen 62 Beschuldigte und 13 juristische Personen ein, denen vorgeworfen wird, rund NT$10,79 Milliarden an Erlösen für die in Kambodscha ansässige Prince Group gewaschen zu haben. Die Ermittler bezeichnen Chen Zhi als mutmaßlichen Rädelsführer; Chen war zuvor Anfang 2026 inhaftiert und abgeschoben worden. Den Anklagen zufolge nutzte das Netzwerk ausgeklügelte Geldbewegungsmechanismen, darunter Strohfirma‑Konstrukte, Nominalkonten und grenzüberschreitende Überweisungen, um die Herkunft der illegalen Mittel zu verschleiern. Die beschuldigten Betreiber sollen mit betrügerischen Trading‑ und Romance‑Maschen Opfer in mehreren Rechtsordnungen gezielt ausgenommen haben. Die Behörden stellen die Maßnahme als Teil einer koordinierten regionalen Durchsetzungsaktion dar, mit dem Ziel, transnationale Betrugszentren zu zerschlagen, Vermögenswerte einzufrieren und die Rückführung von Opfergeldern voranzutreiben. Staatsanwälte kündigten Folgeanträge auf Einziehung (forfeiture petitions) und verstärkte Zusammenarbeit mit Ermittlern anderer Staaten an. Der Fall unterstreicht die wachsende Betonung finanzieller Ermittlungen, forensischer Buchführung und multilateraler rechtlicher Unterstützung, um die Geldwäschenkorridore zu stören, die groß angelegte Online‑Betrugsdelikte ermöglichen.