Singapurer Ermittler nahmen drei Personen im Zusammenhang mit Untersuchungen zur in Kambodscha ansässigen Prince Group fest und setzten Vermögenswerte — darunter Immobilien, Autos und Bargeld — im Wert von hunderten Millionen Singapur‑Dollar fest. Die Maßnahme ist Teil koordinierter grenzüberschreitender Aktionen nach der Festnahme und Abschiebung des mutmaßlichen Gründers und weiterer Schlüsselpersonen der Gruppe.

Singapurer Strafverfolgungsbehörden gaben die Festnahme von drei Personen bekannt, die in Verbindung mit Ermittlungen gegen die Prince Group und verwandte Betrugsnetzwerke stehen. Ermittler erklärten, sie hätten Vermögenswerte wie Immobilien, Fahrzeuge und Bargeld mit einem geschätzten Wert in der Höhe von hunderten Millionen Singapur‑Dollar eingefroren. Die Aktion sei Teil einer breiteren, mit regionalen und internationalen Partnern abgestimmten grenzüberschreitenden Durchsetzungsoperation, die sich nach der Festnahme und Abschiebung des mutmaßlichen Gründers sowie weiterer wichtiger Akteure beschleunigt habe. Laut Behörden setzten die Verdächtigen komplexe Konstruktionen aus Scheinfirmen, Nominaldirektoren und gezielten Immobilienkäufen ein, um Erlöse aus Online‑Romance‑ und Anlagebetrügereien zu waschen. Die Vermögenssperren dienen dazu, Mittel für eine mögliche Einziehung und die Entschädigung von Opfern zu sichern, während straf- und zivilrechtliche Verfahren weiterlaufen. Singapur betonte zudem fortlaufende Ermittlungsphasen, den Austausch von Geheimdienstinformationen mit ausländischen Stellen und den Einsatz finanzforensischer Instrumente, um Zahlungsflüsse über Bank‑ und Nichtbankkanäle nachzuverfolgen und damit die Infrastruktur der Betrugszentren in Südostasien zu zerschlagen.