Ein Mann aus Kalifornien wurde zu 180 Monaten Haft verurteilt – wegen einer Verschwörung zur Geldwäsche und wegen falscher Aussagen vor Gericht. Laut US-Justiz widersprachen seine eidesstattlichen Angaben den tatsächlichen Treffen und Kontakten sowie den gerichtlichen Vorgaben.

Das US-Justizministerium (DOJ) teilte mit, dass ein Angeklagter aus Kalifornien zu 180 Monaten Haft verurteilt wurde. Der Vorwurf umfasste sowohl eine Verschwörung zur Begehung von Geldwäsche als auch die Erbringung falscher Zeugenaussagen. Staatsanwälte erklärten, der Angeklagte habe unter Eid Aussagen gemacht, die nicht mit der tatsächlichen Abfolge von Treffen und Kontakten übereinstimmten, und er habe diese Aussagen zudem in einer Form vorgetragen, die gegen gerichtliche Anweisungen verstieß. Der Fall beinhaltete außerdem ein Schuldbekenntnis wegen falscher Zeugenaussagen unter Eid. Das DOJ ordnete das Verhalten als Teil eines Versuchs ein, die juristische Kontrolle zu unterlaufen, indem die tatsächlichen Umstände falsch dargestellt wurden. In Betrugs- und Ermittlungsverfahren könne das Blockieren oder Verzerren von Aussagen dazu dienen, Verfahren zu verzögern, Zeitlinien zu verwischen und die zugrunde liegende illegale Finanzhandlung zu schützen. Auch wenn der Prozess um Geldwäsche und gerichtliche Falschaussagen kreist, zeigt er laut Darstellung ein Muster, das bei typischen Scam-Taktiken häufig wiederkehrt: Kriminelle bauen oft „Schichten“ der Täuschung. Eine Schicht kann dabei die Verschiebung illegaler Gelder sein, während eine andere aus erfundenen Narrativen, Dokumenten oder Aussagen besteht, die das System am Laufen halten oder die Entdeckung erschweren sollen. Als Warnsignale nennt das DOJ unter anderem Personen, die auf eine bestimmte Version der Ereignisse pochen, die sich aber nicht mit überprüfbaren Aufzeichnungen deckt, sowie Akteure, die Transparenz über Kommunikation und Treffen vermeiden. Für Compliance-Verantwortliche und Ermittler ergibt sich daraus die Botschaft, dass die Manipulation von Glaubwürdigkeit oft neben Finanzdelikten vorkommen kann und daher gegebenenfalls eigenständig mituntersucht werden sollte.