Canaccord Genuity LLC sieht sich mit rund 80 Mio. USD koordiniertem Vergleich wegen AML‑Mängeln im OTC‑Handel konfrontiert
SEC, FinCEN und FINRA gaben eine koordinierte Durchsetzungsmaßnahme bekannt, die Vorwürfe löst, wonach Canaccord Hunderte verdächtige Aktivitäten im OTC‑ und Penny‑Stock‑Handel nicht gemeldet oder untersucht habe. Die Behörden vermeldeten eine kombinierte Vergleichssumme von rund 80 Millionen US‑Dollar, wobei Teile der Geldbußen unter Auflagen zur Einhaltung ausgesetzt wurden.
Am 6. März 2026 gaben US‑Regulierungsbehörden – darunter die SEC, FinCEN und FINRA – eine koordinierte Durchsetzungsmaßnahme bekannt, die langjährige Vorwürfe gegen Canaccord Genuity LLC wegen Verstößen gegen das Bank Secrecy Act/AML‑Regime im Zusammenhang mit Over‑the‑Counter‑ und Penny‑Stock‑Handel klärt. Den Behörden zufolge wurden Hunderte potenziell verdächtiger Transaktionen nicht ordnungsgemäß gemeldet oder untersucht, wodurch manipulatives Handelsverhalten unentdeckt blieb. Die Vergleiche beliefen sich auf insgesamt rund 80 Millionen US‑Dollar an Strafen und Abhilfemaßnahmen; Teile dieser Beträge wurden ausgesetzt, sofern die Firma verbesserte Compliance‑ und Sanierungsziele erfülle. Die SEC wertete die Versäumnisse als vorsätzliche Fehler in den AML‑Programmverpflichtungen und nannte unzureichende SAR‑Meldungen sowie mangelhafte interne Kontrollen zur Überwachung von hochriskantem Retail‑ und OTC‑Handel. Im Rahmen der Einigung verpflichtete sich Canaccord, seine Überwachungs‑, Melde‑ und Eskalationsverfahren zu verstärken, die Transaktionsüberwachungssysteme zu verbessern und sich unabhängigen Tests sowie verstärkter aufsichtsrechtlicher Überprüfung zu unterziehen. Die Regulierer stellten die koordinierten Sanktionen als Beispiel behördenübergreifender Zusammenarbeit heraus, um systemische AML‑Schwachstellen in den Retail‑ und OTC‑Märkten anzugehen.