Eine Angeklagte aus Harrison County, West Virginia, Christina Nolte, wurde zu 12 Monaten Haft im Bundesgefängnis verurteilt, weil sie gefälschte VA-Medizinunterlagen verwendete, um Behindertenleistungen zu erhalten. Nach Angaben des DOJ führte der Betrug dazu, dass 242.528 US-Dollar an bundesstaatlichen Studienkrediten erlassen wurden; außerdem ordnete das Gericht eine Rückzahlung in Höhe von 355.179,13 US-Dollar an.

Christina Nolte, eine zugelassene Physician Assistant, wurde zu 12 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt, nachdem das US-Justizministerium ihr vorwarf, medizinische Unterlagen des U.S. Department of Veterans Affairs (VA) gefälscht zu haben, um Behindertenleistungen zu erschleichen. Die Staatsanwaltschaft bezeichnete das Vorgehen als das Erstellen bzw. Manipulieren von Dokumenten, um Anspruchsvoraussetzungen für Leistungen zu erfüllen, die nach Auffassung der Behörden nicht hätten bewilligt werden dürfen. Laut DOJ reichte die Wirkung des Plans über die Zahlungen des VA hinaus: Nolte habe die auf Grundlage der angeblich betrügerischen Unterlagen erhaltenen Behindertenleistungen anschließend genutzt, um den Erlass von Bundesstudentenkrediten zu verfolgen. Durch das in der Anklage beschriebene Verhalten wurden 242.528 US-Dollar an bundesstaatlichen Studienkrediten erlassen. Neben der Haftstrafe ordnete das Gericht eine Rückzahlung in Höhe von 355.179,13 US-Dollar an, womit die Behörden die weitergehenden finanziellen Verluste im Zusammenhang mit dem Betrug bezifferten. Der Fall macht deutlich, wie riskant die Überschneidung von Identitäts- und Dokumentationsbetrug sein kann: Unterlagen, die medizinische Voraussetzungen belegen sollen, können zugleich den Zugang zu anderen finanziellen Hilfsprogrammen eröffnen. Er dient außerdem als Warnsignal dafür, dass strafrechtliche Folgen drohen können, wenn gefälschte Leistungsansprüche nachgelagert mit weiteren Ergebnissen wie dem Erlass von Studienkrediten verknüpft werden. Für die Risikoeinschätzung zeigt die Darstellung des DOJ zudem, wie Ermittler medizinische Angaben, Leistungsanspruch und finanzielle Konsequenzen zu einer einzigen, gerichtlich verwertbaren Betrugsgeschichte zusammenführen.