Do Kwon steht in New York wegen des 40‑Milliarden‑Dollar‑Zusammenbruchs von TerraUSD vor einer Bundesverurteilung
Do Kwon, Mitbegründer von Terraform Labs, gestand die Verschwörung zum Betrug und Drahtbetrug im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch des Stablecoins TerraUSD und des Tokens Luna. Staatsanwälte sagen, das Schema habe zur Auslösung von rund 40 Milliarden Dollar an Marktverlusten beigetragen und forderten bei einer Bundesanhörung in New York am 11. Dezember eine Haftstrafe von mindestens 12 Jahren.
Staatsanwälte in Manhattan legten am 11. Dezember bei einer Bundesanhörung Strafzumessungsvermerke und Opferwirkungsgutachten vor, nachdem Do Kwon sich schuldig bekannt hatte wegen Verschwörung zum Betrug und Drahtbetrugs, weil er Investoren über die Stabilität von TerraUSD und dem damit verknüpften Luna-Token in die Irre geführt hatte. Die Behörden halten irreführende Behauptungen und koordinierte Maßnahmen rund um das Design des Stablecoins für geeignet, Marktteilnehmer wesentlich zu täuschen und zu einer Kaskade von Verlusten beizutragen, die auf etwa 40 Milliarden Dollar in den Kryptomärkten geschätzt werden. Die Regierung forderte eine Freiheitsstrafe von mindestens 12 Jahren unter Berufung auf das Ausmaß des Anlegerverlusts und die Notwendigkeit der Abschreckung; Kwons Verteidigung suchte eine deutlich mildere Strafe und verwies auf Kooperation und andere mildernde Umstände. In der Anhörung wurden Entschädigung, Vermögensabschöpfung und die Anwendung der bundesstaatlichen Betrugsrichtlinien erörtert. Rechtsexperten sagten, der Fall unterstreiche die erhöhte Bereitschaft von Regulierungsbehörden und Staatsanwälten, strafrechtliche Verantwortlichkeit für große Krypto-Zusammenbrüche zu verfolgen, und das Strafmaß werde daraufhin beobachtet, welchen Einfluss es auf Durchsetzungsstrategien und den Anlegerschutz in digitalen Vermögenswertmärkten haben könnte.