Das US-Justizministerium (DOJ) berichtet, dass 11 Mitverschwörer für ihre Beteiligung an einer Verschwörung zur Begehung von Wire Fraud im Rahmen der „Artemis Refund Group“ verurteilt wurden. Demnach sollen die Täter durch betrügerisch erlangte Erstattungs- und Rücksendeaufträge bei mehreren großen Online-Händlern Schäden in Höhe von mehreren Millionen US-Dollar verursacht haben.

US-Strafverfolger haben die Strafentscheidungen für Beteiligte an einer Rückerstattungsbetrugs-Verschwörung veröffentlicht, die laut Anklage über die „Artemis Refund Group“ betrieben wurde. Das DOJ nennt insgesamt 11 verurteilte Mitangeklagte wegen offenses im Zusammenhang mit Betrug per Überweisung, die auf angeblich betrügerische Erstattungs- und Rücksendeaktivitäten gegen Online-Händler zurückgehen. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft habe die Gruppe dafür missbräuchlich beschaffte Refund-/Return-Orders genutzt, um Geld zu erlangen und damit finanzielle Verluste bei großen E-Commerce-Marken zu verursachen. Die Ermittler beziffern die Gesamtschäden auf mehrere Millionen US-Dollar über mehrere betroffene Einzelhändler hinweg. Damit zeichne sich nach Auffassung des DOJ ein abgestimmtes Vorgehen ab, nicht einzelne isolierte Fehltritte. In den Unterlagen wird zudem beschrieben, dass die kriminelle Vorgehensweise darauf beruhte, dass Refund-Prozesse mithilfe der durch Betrug erlangten Informationen oder Aufträge ausgelöst bzw. eingereicht werden konnten, bevor der Schwindel entdeckt wurde, um die Erstattungen anschließend gewinnbringend zu verwerten. Das DOJ bewertet das Geschehen als organisierte Verschwörung mit mehreren Rollen innerhalb der Durchführung und der Aufrechterhaltung des Betrugs. Die Mitteilung hebt außerdem hervor, dass sich Refund Fraud durch automatisierte oder halbautomatisierte Rückgabe- und Erstattungsprozesse auf E-Commerce-Plattformen schnell skalieren kann. Mit den Wire-Fraud-Anklagen machten die Staatsanwälte deutlich, dass das Vorgehen Kommunikation im zwischenstaatlichen Handel umfasste und elektronische Mittel nutzte, um den betrügerischen Ablauf weiter voranzutreiben. Der Fall zeigt damit erneut, wie „Refund“- und „Return“-Kanäle für systematischen Diebstahl missbraucht werden können.