Das Justizministerium (DOJ) berichtet, dass eine Jury drei an einer internationalen E-Mail-Hacking-Operation beteiligte Personen verurteilt hat. Der Betrug habe mehr als 1.000 Opfer um insgesamt rund 215 Millionen US-Dollar gebracht; der Vorgang wird als Business-E-Mail-Compromise beschrieben, bei dem gehackte E-Mails und Kommunikationswege genutzt wurden, um Erträge zu erzielen.

Eine DOJ-Pressemitteilung skizziert einen großen, durch Cyberaktivitäten ermöglichten Betrugsfall im Umfeld von Business Email Compromise (BEC). Die Staatsanwaltschaft gibt an, dass die zugrunde liegende Operation E-Mail-Konten kompromittierte und den Zugriff nutzte, um Nachrichten abzufangen oder zu imitieren, um so unrechtmäßige finanzielle Gewinne zu erzielen. Laut DOJ verurteilte die Jury drei Angeklagte entsprechend ihrer Rollen in dem internationalen Vorgehen, das auf mehr als 1.000 Opfer ausgerichtet gewesen sein soll und Erlöse in der Größenordnung von etwa 215 Millionen US-Dollar erbracht habe. BEC-Schemata beruhen typischerweise darauf, dass Postfächer übernommen, Nachrichten gefälscht und überzeugende Anfragen verschickt werden, die Opfer unter Druck setzen, Geld zu überweisen oder Zahlungen freizugeben. In diesem Fall betont das DOJ die Verwendung gehackter E-Mails und Kommunikationswege, um den Diebstahl über mehrere Opfer hinweg durchzuführen. Die vom DOJ genannte Größenordnung – mehr als 1.000 Opfer und ungefähr 215 Millionen US-Dollar – verdeutlicht, wie schnell sich derartige Einbrüche in Unternehmen und bei Privatpersonen ausbreiten können, die E-Mail-Korrespondenz für verlässlich halten. Obwohl sich die Mitteilung auf die Verurteilungen konkreter Beteiligter konzentriert, verweist sie auf eine breiter angelegte, koordiniert operierende kriminelle Anstrengung. Für Verbraucher und Organisationen liegt die zentrale Lehre darin, per E-Mail versandte Zahlungsanweisungen zunächst als nicht verifiziert zu behandeln, bis sie über einen zweiten, unabhängigen Kommunikationsweg bestätigt wurden – insbesondere bei Überweisungen und ungewöhnlichen Zahlungsanforderungen. Eine bessere Absicherung von E-Mail-Konten, die Überwachung auf Anzeichen für Kontoübernahmen sowie eine abseits der E-Mail durchgeführte Verifikation können das Risiko von BEC-ähnlichem Betrug deutlich senken.