Staatsanwälte in Massachusetts klagten vier Angeklagte an, denen vorgeworfen wird, 115 gestohlene Identitäten genutzt zu haben, um sich betrügerisch mehr als 1 Million US-Dollar an SNAP-Leistungen und pandemiebedingter Arbeitslosenhilfe zu verschaffen. Behörden zufolge wurden die Leistungen zwischen 2020 und 2025 in Käufe für ein Restaurant umgeleitet und durch fingierte Anträge in mehreren Bundesstaaten abgerufen.

Eine am 3. Feb. enthüllte Bundesanklage erhebt Vorwürfe gegen vier Personen, denen vorgeworfen wird, eine mehrjährige Betrugsmasche orchestriert zu haben, bei der gestohlene Identitätsdaten genutzt wurden, um auf staatliche Leistungsprogramme zuzugreifen. Ermittler sagen, die Angeklagten hätten 115 gestohlene Identitäten verwendet, um betrügerische SNAP‑(Lebensmittelmarken-) und Pandemie‑Arbeitslosenunterstützungs‑Anträge einzureichen und gemeinsam mehr als 1 Million Dollar an Leistungen zu erlangen. Staatsanwälte behaupten, die gestohlenen Leistungen seien in Einkäufe in einem mit dem Schema verbundenen Restaurant umgeleitet worden und dass gefälschte Arbeitslosenansprüche in mehreren Staaten eingereicht worden seien, um die illegalen Erlöse zu maximieren. Die mutmaßliche Operation lief von 2020 bis 2025, nutzte Erweiterungen von Programmen in der Pandemiezeit aus und basierte auf koordinierter missbräuchlicher Nutzung von Identitätsinformationen, um Programmkontrollen zu umgehen. Die Behörden charakterisierten den Fall als Teil einer breiteren Durchsetzungsinitiative zur Rückgewinnung von Mitteln und zur Abschreckung identitätsbasierter Leistungsbetrüge, mit möglichen Anklagen einschließlich erschwerten Identitätsdiebstahls und Drahtbetrugs sowie Wiedergutmachungs- und Einziehungsmaßnahmen. Die Strafverfolgungen heben die anhaltenden Herausforderungen für Leistungsprogramme bei der Authentifizierung von Antragstellern hervor, die Risiken durch massenhafte Datenpannen und die Notwendigkeit verbesserter grenzüberschreitender Informationsaustausche und Identitätsprüfungsmaßnahmen.