Die FTC warnt vor einem Textnachrichten-Betrug, bei dem sich Kriminelle als „Recruiter“ für Remote-Jobs ausgeben. Statt einen Link zu nutzen, sollen Betroffene auf die Nachricht reagieren – etwa mit „YES“ oder „INTERESTED“ – woraufhin die Täter Geldforderungen und Varianten wie Fake-Check- bzw. „Task“-Scams nachschieben.

Die FTC beobachtet einen Textnachrichten-Scam, der eine legitime Einstellung täuschen soll. Dabei melden sich Betrüger bei potenziellen Kandidaten mit einem vermeintlich seriösen Angebot für Arbeit aus der Ferne und setzen auf eine gezielte Rückmelde-Strategie: Die Angeschriebenen werden aufgefordert, „YES“ oder „INTERESTED“ zu antworten, statt einen Link anzuklicken. Sobald die Opfer reagieren, verlagert sich der Betrug auf Zahlungsforderungen und angebliche „next steps“. Laut FTC drängen die Täter die Betroffenen dazu, Geld zu überweisen, damit das „Onboarding“ angeblich „bearbeitet“ wird oder arbeitsbezogene Materialien freigeschaltet werden. Die geforderten Zahlungen werden dabei entweder als Fake-Check-Variante inszeniert: Die Opfer erhalten einen Scheck und sollen anschließend einen Teil des Geldes weiterleiten, bevor die Auszahlung später platzt. Alternativ laufen „Task“-Scams, bei denen die Täter verlangen, dass die Opfer für Aufgaben oder Trainings selbst Geld einzahlen. Die FTC stellt klar, dass echte Arbeitgeber nicht auf diese Weise per unerwarteten Textnachrichten arbeiten und Geldtransfers anfordern. Wer auf die Locknachricht eingeht, riskiert demnach eine schnelle Eskalation bis hin zu finanziellen Verlusten. Erhalten Betroffene überraschende Jobangebote per SMS, sollten sie das als besonders riskant behandeln, die Angaben unabhängig verifizieren, Zahlungsanweisungen nicht befolgen und verdächtige Nachrichten melden.