Das US-Justizministerium (DOJ) hat Matthew Bathula angeklagt. Ihm werden unbefugter Zugriff auf einen geschützten Computer sowie besonders schwerer Identitätsdiebstahl im Zusammenhang mit angeblichen Cyber-Einbrüchen vorgeworfen, die mit einem medizinischen System in Maryland verbunden sein sollen.

In einer Mitteilung des DOJ wird eine Anklage gegen Matthew Bathula beschrieben, die Straftaten im Umfeld angeblicher Cyber-Einbrüche und Identitätsdiebstahls betrifft. Laut Staatsanwaltschaft soll Bathula unbefugten Zugriff auf einen geschützten Computer verübt und im Rahmen eines umfassender angelegten Plans besonders schweren Identitätsdiebstahl begangen haben, um Konten zu kompromittieren, die mit der Zielorganisation verbunden waren. In den Unterlagen werden technische Methoden aufgeführt, die die Staatsanwaltschaft zufolge eingesetzt wurden, um Zugriffe zu erlangen—darunter auch Keylogging sowie weitere Vorgehensweisen, um Informationen von Nutzern und Systemen zu erfassen oder für eigene Zwecke auszunutzen. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, würde das auf eine Verletzung sensibler digitaler Konten hinauslaufen, die persönliche und berufliche Daten von Personen enthalten, die mit dem medizinischen Umfeld in Verbindung stehen. Die Anklage verknüpft dabei die Theorie des Cyber-Einbruchs mit einem strafrechtlichen Risiko rund um Identitätsdelikte und spiegelt die Sicht des DOJ wider, dass es nicht nur beim Zugriff geblieben sei, sondern der Einbruch auch mit der Ausnutzung gestohlener oder kompromittierter Identitätsinformationen zusammenhing. Der Fall zeigt zudem einen typischen Betrugsweg: Kompromittierte Zugangsdaten können nachgelagert Finanz- oder Identitätsmissbrauchstaten ermöglichen. Die DOJ-Aktion macht deutlich, dass Bundesbehörden die angeblichen Einbrüche als ernste Bedrohung sowohl für die Privatsphäre von Einzelpersonen als auch für die Funktionsfähigkeit von Gesundheitseinrichtungen bewerten.