Thomas Doyle hat sich wegen Drahtbetrugs in Zusammenhang mit einem mutmaßlichen Betrugsskandal um das Gemälde „Mother and Child on a Hammock“ schuldig bekannt. Die US-Justiz wirft ihm vor, den Eigentümer mit falschen Verkaufsangaben getäuscht und eine erfundene Provenienz vorgelegt zu haben.

Nach einer Mitteilung des DOJ hat Thomas Doyle sich wegen Wire Fraud schuldig bekannt, der mit dem Diebstahl des Gemäldes „Mother and Child on a Hammock“ von Gustave Courbet verbunden sein soll. Staatsanwälte behaupten, Doyle habe den Eigentümer betrogen, indem er Informationen zu einem vermeintlichen Käufer sowie zum Kaufpreis des Kunstwerks falsch dargestellt habe. Laut Anklageschrift nutzte Doyle zudem einen Mittelsmann, der einer Galerie in Manhattan eine gefälschte Provenienz liefern sollte, um die Transaktion zu legitimieren und den Weg zur tatsächlichen Kontrolle über das wertvolle Werk zu ebnen. Unter der Beschreibung der Anklage habe das Vorgehen auf irreführender Dokumentation und auf Täuschungen beruht, die über Kommunikationswege übermittelt wurden, sodass die Zuständigkeit für Wire Fraud nach Bundesrecht gegeben war. Das DOJ macht außerdem geltend, Doyle habe die Voraussetzungen geschaffen, um das Gemälde zu verschaffen, anschließend jedoch die Erlöse behalten und keine Zahlungen an das Opfer weitergeleitet. Der Fall zeigt, wie Betrug in hochwertige Konsumentenmärkte wie die Kunst eindringen kann, in denen Provenienzunterlagen und Zwischenakteure eine scheinbar belastbare Authentizität erzeugen können. Aus Sicht des Scam-Managements deuten die Vorwürfe auf typische Warnsignale hin: unerklärliche Änderungen der Verkaufsbedingungen, Zeitdruck, die Berufung auf zweifelhafte Provenienz sowie eine Drittparteien-Erzählung, die Zweifel ausräumen soll.