Das US-Finanzministerium verhängte Sanktionen im Zusammenhang mit einem Scam-Zentrum-Netzwerk, das laut Treasury Kryptowährungs-Investitionsbetrug ermöglicht und US-Bürgern schadet. Die Maßnahmen richten sich ausdrücklich gegen den kambodschanischen Senator Kok An sowie zugehörige Infrastruktur, darunter das „Tai Chang“-Betrugsareal.

Das US-Finanzministerium hat Sanktionen gegen den kambodschanischen Senator Kok An sowie gegen ein Netzwerk von „Scam Centers“ angekündigt, das die Behörde mit Kryptowährungs-Investitionsbetrug in Verbindung bringt, der laut Angaben insbesondere US-Opfer betrifft. In der Mitteilung betonte das Treasury die Rolle des Netzwerks dabei, betrügerische Vorhaben zu ermöglichen, die darauf abzielen, US-Victims zu täuschen und die Erlöse über Krypto-Kanäle zu verschieben. Außerdem verwies das Finanzministerium auf das „Tai Chang“-Scam-Compound und ordnete es als Teil der Infrastruktur ein, die zur Unterstützung der Betrugsaktivitäten sowie für Rekrutierung genutzt werde. Ziel der Sanktionen ist es, den Zugang des Netzwerks zu Vermögenswerten und Finanzsystemen zu unterbrechen und andere davon abzuhalten, den Betrugsoperationen materiell zu helfen. Das Treasury beschreibt den Schritt als Vorgehen, um die Arbeitsfähigkeit der Betreiber zu erschweren, indem ihnen Möglichkeiten genommen oder eingeschränkt werden, Finanzierungswege in den USA zu nutzen oder Geschäfte zu betreiben, die mit US-bezogener Kommerztätigkeit verknüpft sind. Während sich die DOJ-Maßnahmen auf strafrechtliche Anklagen und Einziehungen konzentrierten, setzen die Sanktionen des Finanzministeriums vor allem auf finanziellen Druck: Durch das Einfrieren oder Einschränken bestimmter Geschäfte, die mit den benannten Personen oder Organisationen zusammenhängen. Die Ankündigung unterstreicht, dass die US-Regierung weiterhin behördenübergreifend gegen grenzüberschreitenden Krypto-Investitionsbetrug vorgeht, der auf Scam-Center-Modellen und Geldwäsche über digitale Vermögenswerte setzt.