Schweizer und deutsche Behörden, unterstützt von Europol, beschlagnahmten die Domain cryptomixer.io, drei Server und rund 25 Millionen Euro in Bitcoin in einer koordinierten Aktion. Ermittler sagen, die forensische Ausbeute von mehr als 12 TB Daten werde Folgeermittlungen zu Ransomware, Darknet‑Marktplätzen und Geldwäschenetzwerken unterstützen.

Die Schweizer und deutsche Strafverfolgungsbehörden führten mit Unterstützung von Europol eine koordinierte Operation durch, bei der die Domain cryptomixer.io, drei physische Server, über 12 Terabyte forensischer Daten und Bitcoin im Wert von etwa 25 Mio. € beschlagnahmt wurden. Die Behörden beschrieben die Störung als einen schweren Schlag gegen einen der größten Bitcoin‑Mixing‑Dienste, der genutzt wurde, um illegale Erlöse aus Ransomware, Darknet‑Marktplätzen und anderer krimineller Aktivität zu verschleiern. Beschlagnahmte Protokolle, Transaktionsaufzeichnungen und Serverabbilder werden auf Spuren analysiert, die gemischte Ausgänge mit kriminellen Wallets und mit Vermittlern, die die Geldwäsche ermöglichten, in Verbindung bringen können. Die Beamten betonten, dass die gesammelten technischen und finanziellen Beweise Folgeermittlungen über Grenzen hinweg unterstützen werden, um Vermögensverfolgung, Opferentschädigungsmaßnahmen und mögliche Strafverfolgungen zu ermöglichen. Die Unterstützung durch Europol habe Berichten zufolge geholfen, die Beweissicherung und grenzüberschreitende rechtliche Verfahren zu koordinieren. Ermittler warnten, dass die Abschaltung zwar laufende Dienste stört, die zugrunde liegende Nachfrage nach Mixing jedoch weiterbesteht und zusätzliche Ermittlungsarbeit erforderlich sein werde, um die zugehörigen kriminellen Netzwerke zu zerschlagen und Betreiber sowie häufige Nutzer zu identifizieren.