Eine Frau aus Charlton in Massachusetts hat sich schuldig bekannt, weil sie laut Anklage über etwa sechs Jahre Sozialversicherungs- und Rentenleistungen erschlichen haben soll. Dazu gehörten auch COVID-Economic-Impact-Zahlungen; insgesamt geht es um rund 110.428 US-Dollar.

Nach Angaben des US-Staatsanwalts für den District of Massachusetts hat eine Frau aus Charlton wegen Bankbetrugs eine entsprechende Schuldbeziehungsweise eingestanden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, über ungefähr sechs Jahre unrechtmäßig Sozialversicherungsleistungen und Rentenzahlungen erhalten zu haben. Im Rahmen desselben Vorgehens, so das DOJ, soll sie außerdem COVID Economic Impact Payments kassiert haben. Laut Behörde hatte die Angeklagte Zugriff auf das Scheckbuch einer verstorbenen anspruchsberechtigten Person. Der Kernvorwurf lautet, dass sie den Tod nicht gemeldet habe, wodurch die Zahlungen weiter ausgegeben werden konnten. Die Staatsanwälte schildern, sie habe diesen Zugriff sowie die fortlaufenden Zahlungseingänge genutzt, um weiterhin Gelder zu erhalten, die nicht mehr rechtmäßig hätten ausgezahlt werden dürfen. Die insgesamt behauptete Summe beläuft sich auf etwa 110.428 US-Dollar. Obwohl es sich dabei nicht um einen klassischen „Internetbetrug“ handelt, passt der Fall in ein Muster von Verbraucher- und Betrug bei staatlichen Leistungen: Identitätszugriff und ein administratives Versäumnis – etwa das Nichtbenachrichtigen der zuständigen Stellen über einen Todesfall – können dazu führen, dass Zahlungen über Jahre weiterlaufen. Das Schuldeingeständnis unterstreicht den bundesweiten Strafverfolgungsansatz gegen Pläne, die Scheck- oder Postzugang sowie Verwaltungs­lücken ausnutzen, statt offene Cyber-Techniken zu verwenden.