Das US-Justizministerium (DOJ) hat zwei Festnahmen bekanntgegeben und Anklagen im Zusammenhang mit dem als „AudiA6“ bezeichneten Krypto-Geldwäsche-Service erhoben. Die Staatsanwaltschaft wirft den Beschuldigten vor, Kryptowährungen aus rechtswidrigen Geschäften in größerem Umfang im Finanzsystem verschleiert zu haben – insgesamt sollen es über 389 Mio. US-Dollar gewesen sein.

Das US-Justizministerium meldete Festnahmen und Anklagen im Zusammenhang mit einem Kryptowährungs-Geldwäsche-Service namens „AudiA6“. Laut DOJ wurden zwei Männer angeklagt, weil sie angeblich eine Infrastruktur betrieben hätten, die dazu dienen soll, die Herkunft, den Eigentümer und das Ziel von Kryptowährungen zu verschleiern, die aus rechtswidrigen Transaktionen stammen. Die Staatsanwaltschaft behauptet, AudiA6 habe mehr als 389 Mio. US-Dollar an Kryptowährungen gewaschen, die mit Fehlverhalten in Verbindung stünden. In den Unterlagen heißt es, der Fall sei Teil einer umfassenderen koordinierten Zerschlagung mutmaßlicher Geldwäsche-Infrastrukturen, einschließlich Aktivitäten, die mit einem internationalen Vorgehen verknüpft seien. Indem die Ermittler gezielt Dienste ins Visier nahmen, die die groß angelegte Verlagerung illegaler Gelder ermöglichen, wollten sie die finanziellen Netzwerke stören, die Cyberkriminalität, Betrug und andere Straftaten begünstigen. Die Anklagen zeigen zudem, wie Krypto-Wäscherei hinter einer technischen Fassade agieren kann, dabei jedoch Transaktionsmuster beibehält, die sich von Ermittlern nachverfolgen lassen. Das Vorgehen des DOJ dient außerdem als Warnsignal für Unternehmen und Privatpersonen, die mit Erlösen aus illegalen Geschäften in Kontakt kommen könnten – sei es wissentlich oder über kompromittierte Plattformen – denn die rechtlichen Risiken für Beteiligte an solchen Geldwäscheplänen können erheblich sein. Der Fall steht damit für eine zunehmend konsequente Durchsetzung gegen Operationen zur Kryptowährungs-Geldwäsche.