Die US-Justiz (DOJ) wirft zwei Brüdern vor, Skimming-Hardware an Geldautomaten und Tankstellen- sowie Bezahlschnittstellen eingesetzt zu haben, um Daten von SNAP-EBT-Karten zu stehlen. Die erbeuteten Informationen seien genutzt worden, um gefälschte Karten zu erstellen und damit Einkäufe mit staatlichen Leistungen über mehrere Bundesstaaten hinweg zu tätigen.

In einem weiteren Teil der DOJ-Vorwürfe zu dem SNAP-Fall schildern Staatsanwälte, wie die eingesetzte Skimming-Technik den Betrug erst ermöglichte, noch bevor es zu gefälschten Transaktionen kam. Laut Anklage brachten die Beschuldigten Skimming-Geräte auf oder in unmittelbarer Nähe von Zahlungsschnittstellen an Geldautomaten sowie an Zapfsäulen an, um bei alltäglicher Nutzung sensible Informationen von EBT-Karten abzugreifen. Sobald die Kartendaten gesammelt waren, habe die Gruppe die Angaben den Angaben zufolge dazu verwendet, gefälschte Zugangsmittel zu erzeugen, mit denen anschließend Transaktionen durchgeführt werden konnten – nicht mit einer legitimen Programmanmeldung, sondern mithilfe der gestohlenen Leistungszugangsdaten. Der staatsübergreifende Charakter steht laut Staatsanwaltschaft im Mittelpunkt: Demnach habe die Masche mehrere Bundesstaaten betroffen, sodass die nachgelagerten Schäden sowohl einzelne Betroffene als auch die Systeme betrafen, die den Missbrauch nicht autorisierter Leistungsnutzung erkennen und verhindern sollen. Das DOJ beschreibt die Betrugsmechanik dabei Schritt für Schritt: Zunächst die unrechtmäßige Erfassung der Kontoinformationen, danach die Herstellung nutzbarer gefälschter Instrumente und schließlich die „Verwertung“ durch hochfrequentierte Käufe größerer Mengen zum Weiterverkauf. Solche Fälle zeigen zudem, warum gerade Leistungsbezieher und zuständige Stellen ins Visier geraten: Angreifer können sich in alltägliche Orte einfügen, an denen Kartenlesegeräte regelmäßig zum Einsatz kommen. Das Schuldeingeständnis macht deutlich, dass die Beweislage die dargestellte Vorgehensweise stützte – einschließlich der Umwandlung der gestohlenen Daten in funktionsfähige Falschkarten für wiederholten Leistungsbetrug.