Das US-Justizministerium (DOJ) wirft einer mutmaßlichen Medicare-DME-Betrugsmasche vor, gestohlene Identitäten genutzt zu haben – in einem Umfang von nahezu 3 Milliarden US-Dollar. Betroffene hätten Erklärungsschreiben (EOBs) zu medizinischen Geräten erhalten, die sie nie bekommen haben; Teil des Verfahrens sind Geldwäschevorwürfe gegen Kakha Bendeliani und Goga Danelia.

In dem New-Hampshire-Fall betont das DOJ den behaupteten Mechanismus der Schädigung: Die missbräuchliche Nutzung von Identitäten soll mit Abrechnungen im Rahmen von Medicare für langlebige medizinische Geräte (durable medical equipment, DME) verknüpft gewesen sein. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft sollen Kakha Bendeliani und Goga Danelia wegen der Verschwörung zur Geldwäsche von Erlösen angeklagt sein, die mit einem Betrugssystem mit einem geschätzten Volumen von fast 3 Milliarden US-Dollar in Verbindung gestanden hätten. Die angeblich falschen Abrechnungen seien dabei Berichten zufolge durch gestohlene Identitäten gestützt worden. Das DOJ führt als Beispiel an, dass Opfer angaben, Erklärungsschreiben (EOBs) für DME erhalten zu haben, das sie nicht erhalten hätten. Damit zeige sich, wie sich der Betrug auch über amtliche Unterlagen entfalten kann – nicht durch eine direkte physische Lieferung. Solche identitätsbasierten Schemata seien besonders schädlich, weil Betroffene dadurch mit staatlichen Akten, Versicherungs- und Leistungsaktivitäten sowie potenziellen Folgen aus einer erfundenen Abrechnungshistorie konfrontiert werden könnten. Die Einordnung des DOJ lässt zudem auf einen großen Maßstab schließen: Der Betrag von nahezu 3 Milliarden US-Dollar deutet auf umfangreiche Abrechnungen hin und legt nahe, dass die Anträge nach einem wiederholbaren Muster generiert wurden. Sobald durch solche Ansprüche Geld entsteht, würden häufig Geldwäsche-Schritte eingesetzt, um zu verschleiern, woher die Gelder stammen und wer die Kontrolle darüber hatte. Indem Staatsanwälte gefälschte, von Identitäten abhängige Abrechnungen mit geldwäscherelevanten Vorwürfen zusammenbringen, zeichnen sie ein umfassenderes Bild des mutmaßlichen Fehlverhaltens – von der Einreichung der Ansprüche bis zur Weiterleitung der finanziellen Gewinne.