Ex-NFL-Spieler Joel Rufus French: Bestechungsgelder und Schein-Telemedizin für unnotwendige Orthesen-Abrechnungen
Das US-Justizministerium wirft Joel Rufus French vor, mit Kickbacks und Schein-Telemedizin Empfehlungen organisiert und so Abrechnungen für medizinisch nicht notwendige Orthesen-Anpassungen angestoßen zu haben. Demnach flossen die Zahlungen über Erstattungen an Medicare sowie über das mit dem VA-System verknüpfte CHAMPVA.
Laut der DOJ-Schilderung zielte der Betrugsmechanismus vor allem auf die Generierung von Verweisen (Referrals) und die anschließende Kostenerstattung über täuschende medizinische Abläufe ab. French, der zuvor in der NFL gespielt hatte, wurde zu 196 Monaten Haft verurteilt, nachdem das DOJ eine Beteiligung an einer Verschwörung behauptet hatte, die Kickbacks und Schein-Telemedizin einsetzte, um Patienten in einen Ablauf zu bringen, der auf medizinisch nicht notwendige Versorgung ausgerichtet gewesen sein soll. Die Ermittler geben an, dass sich das Vorgehen gegen Programme richtete, die mit Medicare und CHAMPVA verknüpft sind. Demnach sei der Telemedizin-Part nicht darauf ausgelegt gewesen, legitime klinische Entscheidungen zu treffen, sondern Unterstützung dafür zu „produzieren“, dass Orthesen medizinisch erforderlich gewesen seien. Das DOJ wirft außerdem vor, dass die Verschwörung auch Auslands-Telemarketing umfasste, um potenzielle Patienten anzusprechen, und dass Kickbacks genutzt wurden, um den Zustrom von Teilnehmern zu sichern sowie die betrügerische Dokumentation und die Einreichung der Ansprüche zu koordinieren. Staatsanwälte erklären zudem, dass für die Abrechnung der Orthesen Strohmänner betriebene DME-Lieferanten (medizinische Geräte) eingesetzt worden seien. Indem das DOJ Zwang über finanzielle Anreize (Kickbacks), irreführende Fernbehandlungsabläufe (Schein-Telemedizin) und Vermittler, die das Einreichen von Abrechnungen erleichterten, zusammenbringt, bezeichnet es den Plan als koordiniertes Vorgehen, um öffentliche Gesundheitsprogramme dazu zu bringen, Leistungen zu bezahlen, die nach Ansicht der Staatsanwälte nicht medizinisch notwendig gewesen seien. Die lange Haftstrafe unterstreiche aus Sicht der Regierung, dass die behaupteten Handlungen groß angelegt und über einen längeren Zeitraum hinweg erfolgt seien.
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Das US-Justizministerium wirft Joel Rufus French vor, mit Kickbacks und Schein-Telemedizin Empfehlungen organisiert und so Abrechnungen für medizinisch nicht notwendige Orthesen-Anpassungen angestoßen zu haben. Demnach flossen die Zahlungen über Erstattungen an Medicare sowie über das mit dem VA-System verknüpfte CHAMPVA.
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