Die FTC erklärte, Humboldt Merchant Services habe Zahlungen für mehr als 1.000 Briefkastenfirmen abgewickelt, die mit betrügerischen Geschäften und nicht autorisierten Abbuchungen in Verbindung standen. Das Unternehmen soll 12 Millionen US-Dollar zahlen und darf Hochrisiko-Händler künftig nur unter strengen Auflagen bedienen.

Die US-amerikanische Federal Trade Commission (FTC) erklärte, der Zahlungsabwickler Humboldt Merchant Services habe groß angelegten Betrug ermöglicht, indem er Transaktionen für mehr als 1.000 Briefkastenfirmen verarbeitet habe. Nach Angaben der Behörde standen diese Unternehmen mit betrügerischen Geschäften und Verfahren zur nicht autorisierten Abrechnung in Verbindung, bei denen Verbraucher ohne wirksame Zustimmung belastet wurden. Die FTC erklärte, Humboldt habe die Zahlungsabwicklung trotz Warnsignalen bezüglich der Händler und ihres Geschäftsgebarens fortgesetzt. Im Rahmen des vorgeschlagenen Vergleichs soll das Unternehmen 12 Millionen US-Dollar zahlen und darf Transaktionen für Hochrisiko-Händler nur noch abwickeln, wenn es strenge Compliance-Anforderungen erfüllt. Zahlungsabwickler spielen bei vielen Betrugsmaschen eine zentrale Rolle, da sie betrügerischen Unternehmen ermöglichen können, Kartenzahlungen anzunehmen, ihre Identität zu verschleiern und Verbraucher auch nach dem Eingang erster Beschwerden weiter zu belasten. Der Fall verdeutlicht die Bedeutung von Finanzintermediären bei der Erkennung verdächtiger Händler und der Eindämmung des Missbrauchs wiederkehrender Zahlungen. Nach Angaben der Regulierungsbehörden soll die Maßnahme Verbraucher vor irreführenden Abrechnungen schützen und verhindern, dass die Zahlungsinfrastruktur zur Ausweitung von Betrug genutzt wird. Die Vorwürfe der FTC sind Teil einer umfassenderen Durchsetzungsstrategie, die sich auf Unternehmen konzentriert, die Verbrauchertäuschungen ermöglichen, anstatt die Opfer direkt zu kontaktieren.