Die FTC berichtet, dass ein Betrug um die Jurydienstpflicht meist mit einem dringlichen Telefonanruf beginnt: angeblich hätten Betroffene den Jurydienst versäumt. Danach folgen häufig Texte oder E-Mails mit gefälschten, warrant-ähnlichen Dokumenten. Die Behörde warnt, dass echte Strafverfolger keine Zahlungen über solche Kanäle verlangen und Betrüger Betroffene oft zu Zahlungen über Apps, Krypto, Geschenkkarten oder Überweisungen drängen.

In der „Consumer Alert“ macht die FTC darauf aufmerksam, dass Betrüger Strafverfolgungsbehörden und Gerichte imitieren, um Menschen unter Druck zu setzen, angebliche „Bußgelder“ zu zahlen – angeblich wegen versäumter Jurydienstpflicht. Häufig melden sich die Täter zunächst mit einem zeitkritischen Anruf und behaupten, das Problem müsse sofort geklärt werden. Kurz darauf verschicken sie in vielen Fällen weitere Nachrichten per SMS oder E-Mail, die vermeintlich offizielle Unterlagen enthalten, darunter oft wie Haftbefehle wirkende Dokumente oder Anweisungen, die seriös aussehen sollen und gezielt Angst erzeugen. Ein zentrales Warnsignal ist laut FTC die Art, wie eine Zahlung gefordert wird. Echte Strafverfolgungsbehörden und Gerichte würden demnach keine Zahlungen über Telefon, SMS oder E-Mail verlangen. Außerdem nennen die Täter nicht selten besonders dringliche Fristen und liefern Zahlungsanleitungen, die Geld in Kanäle lenken können, die sich anschließend kaum zurückholen lassen – etwa über Zahlungs-Apps, Kryptowährung, Geschenkkarten oder Überweisungsdienste. Die FTC rät, solche Nachrichten zu ignorieren, keine Geldzahlungen zu leisten und als Betrugszeichen zu werten, wenn „rechtliche“ Forderungen per Telefon/SMS/E-Mail mit Konsequenzen gedroht werden. Wenn Betroffene ähnliche Mitteilungen erhalten, sollen sie die Informationen über offizielle und unabhängige Stellen prüfen – statt sich auf die vom Absender vorgelegten Dokumente zu verlassen.