Laut dem Justizministerium (DOJ) wurden nach einer internationalen Festnahmeaktion angebliche Manager und Rekrutierer von Crypto-Investitionsbetrugsmaschen im US-Bezirk für den Southern District of California angeklagt. Die Behörden gehen davon aus, dass die groß angelegte Operation mehrere Betrugszentren zerschlagen und mehr als 276 Festnahmen bewirkt hat.

Das DOJ teilte mit, dass ein koordinierter globaler Schlag gegen Kryptowährungs-Investitionsbetrug strafrechtliche Vorwürfe gegen mutmaßliche Rekrutierer und Manager nach sich zog – darunter auch Verfahren, die im Southern District of California eingeleitet wurden. Staatsanwälte behaupten, zentrale Beteiligte hätten dabei geholfen, Personen anzuwerben und den Betrieb von Betrugszentren zu steuern, die gezielt Opfer – auch in den USA – über angeblich betrügerische Krypto-Investitionsmöglichkeiten ansprochen hätten. Die Mitteilung verknüpft die US-Bundesanklagen mit einer Operation, bei der das FBI mit der Polizei von Dubai sowie mit Chinas Ministerium für Öffentliche Sicherheit zusammengearbeitet habe. Dabei seien mindestens neun Betrugszentren zerschlagen und mindestens 276 Festnahmen erzielt worden. Nach Angaben des DOJ geht es um Vorwürfe wegen bundesweiter Drahtbetrugs- und Geldwäschedelikte, die mit in den USA ansässigen Opfern sowie den daraus resultierenden Erlösen zusammenhängen – ein Netzwerk, das darauf ausgelegt gewesen sei, Opfer anzuziehen und rechtswidrige Gewinne weiterzuleiten. Das DOJ berichtet zudem, dass es auch in anderen Gerichtsständen Festnahmen gegeben habe, im Rahmen abgestimmter Verfahren. Damit deute die angebliche kriminelle Struktur auf ein Vorgehen über mehrere Länder und operative Knotenpunkte hin. Indem die Anklage den Fokus auf Manager und Rekrutierer legt, soll deutlich werden, dass das Fehlverhalten nicht nur an der Front bei der Ansprache geendet habe, sondern auch hierarchische Kontrolle über die Betrugsaktivitäten umfasst habe. Die jüngste DOJ-Update ordnet die Anklagen aus San Diego ausdrücklich als Teil der Bemühungen ein, Rekrutierungswege und Geldflüsse zu unterbrechen, die Krypto-Investitionsbetrug ermöglichen.