Eine Bundesjury in Los Angeles hat den Aktivisten-Shortseller Andrew Left wegen Wertpapierbetrugs und mutmaßlicher Marktmanipulation verurteilt. Das Justizministerium erklärte, dass der Betrug zu Gewinnen von mehr als 21 Millionen US-Dollar geführt habe.

Das US-Justizministerium teilte mit, dass eine Bundesjury in Los Angeles den Aktivisten-Shortseller Andrew Left wegen Wertpapierbetrugs im Zusammenhang mit einem mutmaßlichen Vorgehen zur Marktmanipulation schuldig gesprochen habe. Die Staatsanwaltschaft stellte den Fall als langfristig angelegten Versuch dar, den Handel zu verzerren und von den dadurch entstehenden Auswirkungen auf den Markt zu profitieren. Laut DOJ habe das Vorgehen Gewinne von mehr als 21 Millionen US-Dollar erzeugt, was die finanzielle Größenordnung der Einnahmen widerspiegeln soll, die aus der behaupteten Manipulation geflossen seien. Die Mitteilung macht zudem eine Technik sichtbar, mit der Betrüger ihre Absichten verschleiern können: eine öffentlichkeitswirksame Rolle und Medienpräsenz, um Glaubwürdigkeit zu schaffen, während man das eigentliche Täuschungsverhalten im Hintergrund verfolgt. In Verfahren wegen Marktmanipulation können dabei „Narrative“ und ausgewählte Informationen genutzt werden, um die Erwartungen von Anlegern zu steuern, Preisbewegungen zu verstärken und Handelsbedingungen zu schaffen, die Insider oder koordiniert handelnde Akteure begünstigen. Auch wenn die konkreten Abläufe im Gericht verhandelt wurden, betont die Darstellung des DOJ, dass das Verhalten als Betrug und nicht als bloßer Kommentar bewertet wurde: Nicht Meinungen seien der Kern gewesen, sondern angeblich täuschende Handlungen, die mit Wertpapiergesetzen verknüpft sind.