Das US-Justizministerium hat mehrere Strafverfolgungsmaßnahmen wegen Betrugs bundesweit bekannt gegeben – zusammen über 340 Millionen US-Dollar an Fällen von Steuerbetrug zum Nachteil von Steuerzahlern. Die Mitteilung zeigt, wie Täter aus Identitätsdiebstahl und dem Missbrauch von Finanzinstrumenten sehr schnell große Schäden verursachen können.

Beamte des U.S. Department of Justice (DOJ) zufolge hat die Nationale Fraud-Enforcement-Division in nur einer Woche weitere Festnahmen, Verurteilungen und Strafen im Zusammenhang mit mehr als 340 Millionen US-Dollar an Steuerbetrug angekündigt. In den dazugehörigen Veröffentlichungen wird eine landesweite Streuung der Ermittlungen beschrieben, die verdeutlicht, dass sich solche Verfahren häufig rasch von der ersten Ausgestaltung des Betrugsschemas zu groß angelegten finanziellen Schäden entwickeln. Ein Schwerpunkt der Berichte liegt auf der Kombination von Identitätsdiebstahl mit Betrug, der gezielt auf Bundesleistungen oder aus Steuermitteln finanzierte Zahlungen ausgerichtet ist, bevor das Vorgehen durch Drahtbetrug und weitere finanzielle Handlungen verstärkt wird. Für Menschen, die sich vor Betrugsmaschen schützen wollen, unterstreicht die Mitteilung, dass Angreifer häufig auf gestohlene persönliche oder Identitätsdaten zurückgreifen, um Zugang zu Systemen zu erhalten und Ansprüche einzureichen, die auf den ersten Blick plausibel wirken. Sobald Betrüger über die „Zugangsdaten“ verfügen, können sie diese mit Zahlungsanweisungen, Geldwäsche-Schritten und weiteren technischen Mitteln verknüpfen, um aus erfundenen Forderungen echte Überweisungen zu machen. Die Kernaussage für Verbraucher und Organisationen: Maßnahmen zur Absicherung von Identitäten und zur Verifizierung von Zahlungen sollten als Teil der Betrugsprävention verstanden werden – nicht nur als reine Eindämmung von Identitätsdiebstahl.