In derselben internationalen Operation, die das DOJ beschreibt, sollen Betrüger zunächst Opfer über gefälschte Krypto-Investmentplattformen zur Herausgabe von Kryptowährungen verleitet haben. Anschließend sollen sie die Erlöse grenzüberschreitend gewaschen haben, wobei an der Verschwörung laut DOJ auch internationale Akteure beteiligt waren – darunter Manager und Recruiter.

Der koordinierte Schlag des DOJ macht laut Veröffentlichung vor allem auch den angeblichen Geldwäsche-Teil eines Krypto-Betrugsnetzwerks sichtbar, das über sogenannte „Scam Centers“ operiert haben soll. Demnach handelt es sich um ein internationales Vorgehen: Opfer – viele davon in den Vereinigten Staaten – seien angeblich dazu gebracht worden, Kryptowährungen auf Plattformen zu übertragen, die von den Beschuldigten kontrolliert wurden. Der Ansatz mit der täuschenden „Investment“-Plattform wird als zentrales Mittel dargestellt, um anfängliches Vertrauen direkt in Überweisungen in Krypto umzuwandeln. Nach den Transfers hätten die Betrüger laut DOJ daran gearbeitet, Herkunft und Ziel der Gelder zu verschleiern – unter anderem durch internationale Verlagerungen sowie weitere Schritte, die darauf ausgerichtet gewesen seien, die Nachverfolgung zu erschweren. Die Mitteilung beschreibt die Operation als organisiertes grenzüberschreitendes Unternehmen, bei dem Teilnehmer an unterschiedlichen Standorten zur Abwicklung des Betrugs beigetragen hätten. Das DOJ nennt zudem, dass die Durchsuchungsaktion zu mindestens 276 Festnahmen geführt habe, verbunden mit Anklagen gegen mutmaßliche Manager und Recruiter. Damit betont die Behörde, dass es sich nicht nur um einen einzelnen Täter oder eine isolierte Kontoverletzung gehandelt habe. Indem die Ankündigung angebliche Rekrutierung und die Verlockung über Fake-Plattformen mit Geldwäsche-Schritten nach den Zahlungen der Opfer verknüpft, wird ein typisches Muster krypto-basierter Betrugsmaschen deutlich: erst Social Engineering, um Überweisungen zu erwirken, und anschließend schnelle Versuche, gestohlene Vermögenswerte zu verlagern und zu verbergen. Mit der öffentlichen Darstellung will das DOJ sowohl zeigen, wie die Opfer ins Visier genommen wurden, als auch wie die Erlöse nach dem Diebstahl angeblich behandelt wurden.