Luther Davis und CJ Evins haben sich wegen Verschwörung zu Wire-Fraud und schwerer Identitätsdiebstahl-Delikte schuldig bekannt. Ihnen wird vorgeworfen, sich als professionelle Athleten ausgegeben zu haben und so Kredite in Höhe von rund 19,845 Millionen US-Dollar über betrügerische Darstellungen erschlichen zu haben.

Laut dem U.S. Attorney’s Office für den Northern District of Georgia haben Davis und Evins ihre Beteiligung an einem groß angelegten Betrugs- und Identitätsdiebstahl-Schema eingeräumt, das sich gegen professionelle Sportler richtete. Die Staatsanwaltschaft zufolge sollen die Angeklagten durch die Imitation von Athleten und das Vorlegen gefälschter Unterlagen gegenüber Kreditgebern etwa 19,845 Millionen US-Dollar an betrügerischen Darlehen erlangt haben. In der Mitteilung heißt es, Davis und Evins hätten gefälschte Sicherheiten- und Vertragsdokumente in den Prozess der Kreditvergabe eingebunden. Um die Täuschung zu verstärken, sollen sie außerdem Perücken und Make-up getragen haben, damit sie den Athleten ähnelten, die sie angeblich vertreten wollten. Dadurch hätten sie während der Gespräche an den Kredit-Closing-Terminen glaubwürdig wirken können, unter anderem gegenüber Finanzinstitutionen. Die Anklage umfasste Wire-Fraud-Verschwörung und „aggravated identity theft“ und spiegelt damit sowohl den finanziellen Betrug als auch die Verwendung gestohlener oder missbrauchter Identitäten wider, um Geld zu erhalten. Der Fall macht deutlich, wie Identitätsdiebstahl in großvolumigen Betrug bei der Kreditvergabe münden kann – nicht nur in Form klassischer Account-Takeover-Angriffe. Das Schuldeingeständnis unterstreicht, dass sich die Kombination aus Personen-Imitation und Dokumentenfälschung nutzen lässt, um Prüfprozesse zu umgehen und Finanzierung auf Basis falscher Angaben zu bekommen.