Ricardo Fontanilla soll wegen Wire Fraud angeklagt worden sein, weil er über mehr als ein Jahrzehnt Finanzunterlagen gefälscht haben soll. Laut DOJ leitete er Überweisungen auf ein persönliches Konto bei Wells Fargo um und verwendete die Gelder für umfangreiche private Ausgaben, darunter Kreditkartenzahlungen und Käufe im Ausland.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll Ricardo Fontanilla einen über Jahre angelegten Betrugsplan betrieben haben, der sowohl die Manipulation von Unterlagen als auch die Umleitung von Geldern umfasste. Die Ermittler behaupten, er habe in diesem Zeitraum Finanzunterlagen eines Unternehmens gefälscht, um betrügerische Überweisungen zu untermauern und die wahre Empfängerbestimmung der Zahlungen zu verschleiern. Dem DOJ zufolge wies Fontanilla Drahtzahlungen an ein persönliches Konto bei Wells Fargo an, bevor er das Geld für erhebliche private Ausgaben einsetzte. Weiter heißt es in der Anklage, dass der Plan sowohl den laufenden Lebensunterhalt als auch größere Anschaffungen finanziert habe, etwa durch die Begleichung von Kreditkarten und durch Einkäufe, die während seines Aufenthalts im Ausland getätigt worden seien. Zu den vorgeworfenen Handlungen zählt demnach auch der Einsatz interner Manipulationen: Durch das Fälschen von Aufzeichnungen habe er den Geldfluss verschleiern und die Überweisungen als legitim erscheinen lassen wollen. Falls sich die Vorwürfe bestätigen, würde das auf ein betrugsähnliches Vorgehen hindeuten, das das Vertrauen in die Buchungen und den Zahlungsprozess eines Finanzinstituts untergraben soll. Das Verfahren läuft derzeit vor Bundesgerichten im District of Massachusetts, wo die Staatsanwälte Maßnahmen für die angeblich mehrmillionenschweren Taten anstreben.